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Brot soll genutzt und nicht weggeschmissen werden Brot soll genutzt und nicht weggeschmissen werden.

Foodsharing

Lebensmittel verteilen statt wegwerfen

Evangelische Christinnen und Christen in Köln setzen sich gegen Lebensmittelverschwendung und für eine gerechte Verteilung ein. Unter dem Motto "Retten Sie Brot" findet an der evangelischen Thomaskirche jeden Dienstag eine "Foodsharing"-Aktion statt. 

Ehrenamtliche Helfer verteilen Brot, Brötchen und Kuchen vom Vortag. "Die Resonanz ist riesig", sagt Eva Esche, Pfarrerin an der Thomaskirche in der Kölner City. Das Publikum sei gemischt: "Es kommen alleinerziehende Mütter oder Hartz-IV-Empfänger aus dem Viertel, aber auch jede Menge Gemeindemitglieder, die wir im Gottesdienst dazu eingeladen haben", sagt Esche.

Organisiert wird die Lebensmittel-Verteil-Aktion von dem Kölner DJ Christian Horsters, der die Backwaren von kooperierenden Bäckereien abholt und zur Thomaskirche bringt: "Jede Woche sammeln wir etwa 5.000 Kilo Lebensmittel ein, pro Woche an die 20.000 Kilo." Und das mache nur etwa fünf Prozent der Lebensmittel aus, die in Supermärkten und Bäckereien in Köln täglich übrigblieben, sagte Horsters.

Das eingesammelte Brot werde zu 100 Prozent verteilt. "Was hier in der Thomaskirche übrigbleibt, posten wir bei Facebook und bringen es zu einer Verteilstation." So gingen innerhalb einer Stunde 200 Brote weg.

Der Umwelt zuliebe

"Die Schamwelle ist beim Foodsharing viel niedriger als etwa bei der Tafel", sagt Horsters. Foodsharing sei etwas für jeden, das habe oft auch nichts mit Bedürftigkeit zu tun, sondern vielmehr mit dem Bedürfnis, der Umwelt zuliebe nichts auf den Müll wandern zu lassen.

Horsters hofft, dass langfristig bei Verbrauchern und Handel ein Umdenken einsetzt: Es müsse sich bei den Verbrauchern das Bewusstsein ändern, so dass Lebensmittel besser genutzt werden. Und auch der Handel müsse umdisponieren, fordert Horsters: "Im Moment werden fünf bis fünfzehn Prozent der Backwaren nicht verkauft, vielleicht schaffen wir es ja, dass am Ende nur fünf Prozent verloren gehen."

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epd-West / 26.02.2015



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