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Evangelische Frauenarbeit im Rheinland

Traumatisierte Flüchtlingsfrauen besonders schützen

Flüchtlingsfrauen brauchen größtmöglichen Schutz. In Unterkünften sind eigene Räume, insbesondere separate Nasszellen und Rückzugsmöglichkeiten für Frauen mit traumatischen Erlebnissen wie Gewalt und sexuellem Missbrauch nötig, damit sie Kraft und Zukunft gewinnen.

Das wurde bei der Delegiertenversammlung der Evangelischen Frauenarbeit im Rheinland (efir) in Düsseldorf deutlich. Das Thema lautete: "Flüchtlingsfrauen in unserer Nachbarschaft - Welche Herausforderungen ergeben sich für Evangelische Frauenverbände?" Dazu referierte Esther Mujawayo-Keiner, die in Ruanda den Genozid vor zwanzig Jahren erlebt hat und heute als Psychotherapeutin und Traumatologin im Psychosozialen Zentrum in Düsseldorf arbeitet. Sie erklärte in ihrem Vortrag, was es bedeutet, die Lebensgrundlage zu verlieren und das Heimatland zu verlassen und welche Unterschiede es für Männer und Frauen dabei gibt.

Esther Mujawayo-Keiner hat ihre eigenen traumatischen Erfahrungen während des Genozids in Ruanda in einem Buch mit dem Titel „Ein Leben mehr“ beschrieben. In der Delegiertenrunde wurde intensiv über die Bedeutung von Sprache, Unterkunft, Privatsphäre, eigene Kultur, Nahrung und Männer- und Frauenrollen in Zusammenhang mit Flucht diskutiert.

Und so entstand auch die Forderung nach dem Schutz für betroffene Flüchtlingsfrauen. Die efir begrüßt deshalb auch die Handreichungen von medica mondiale zum traumasensiblen Umgang mit Flüchtlingen und die Tipps für ehrenamtlich Engagierte.

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ekir.de / 02.11.2015



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