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Margot Käßman vermittelte in ihrem Vortrag Impulse der Reformation für die Frauenarbeit heute. Margot Käßman vermittelte in ihrem Vortrag Impulse der Reformation für die Frauenarbeit heute.

Frauenhilfe

Das weibliche Gesicht der Reformation feiern

Rund 450 Frauen kamen zum Frauen-Reformationsfest der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland nach Köln, um einige Frauen zu würdigen, die mit ihren reformatorischen Impulsen zur Erneuerung der Kirche beigetragen haben. Dazu gab es einen Vortrag von Prof. Dr.  Margot Käßmann.

Die Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland, Dagmar Müller,  begrüßte zu diesem Fest im Maternushaus in Köln Prof. Dr. Margot Käßmann, die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017. Margot Käßmann habe in den vergangenen sechs Jahren in Deutschland und in der weltweiten Ökumene die reformatorische Botschaft von der Freiheit eines Christenmenschen mitten in unser Leben geholt und ihr eine Sprache gegeben, die von vielen verstanden wird, betonte Dagmar Müller.

Mit ihrem Vortrag „Impulse der Reformation für die Frauenarbeit heute“ begeisterte Margot Käßmann die Besucherinnen. Ihr sei es wichtig, dass die Perspektive von Frauen im Reformationsjubiläum nicht zu kurz kommt: „Sie werden immer wieder ignoriert, auch weil wir wenige schriftliche Zeugnisse von ihnen haben. Aber als Pfarrfrauen, als Fürstinnen und auch durch theologische Schriften haben sie wesentliche Impulse gesetzt.“ Die Beteiligung von Frauen sei kein Seitenthema der Reformation, sondern stehe zentral für ihre Inhalte.

Zwei Ausstellungen spannen einen weiten Bogen

Seit Beginn der Reformation haben Frauen immer wieder mit Engagement und Leidenschaft den Weg des Glaubens mitgeprägt und sich innovativ für die Erneuerung der Kirche eingesetzt. Die Ausstellungen „Reformatorinnen. Seit 1517“ der Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland und „Frauen der Reformation in der Region“ der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland boten Gelegenheit, das Leben und Wirken bekannter und weniger bekannter reformatorischer Frauen kennenzulernen.

Fünf Gesprächsinseln luden am Nachmittag dazu ein, zu verschiedenen Themen miteinander ins Gespräch zu kommen: Was braucht eine frauengerechte Kirche? Was erwarten Ehrenamtliche von ihrer Kirche? Wozu ermutigen uns die Reformatorinnen? Was braucht evangelische Frauenarbeit heute? Welche Gestalt soll die reformatorische Kirche der Zukunft haben? In lebhaften Diskussionen wurden dazu „95 Thesen“ der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland entwickelt.

„Ich bin gut, ich bin ganz, ich bin schön“

Zum Schluss des Tages standen noch einmal fünf reformatorische Frauen mit ihren zentralen Anliegen im Mittelpunkt: Elisabeth Moltmann-Wendel und die feministische Rechtfertigungslehre, die theologische Leidenschaft von Katharina Zell, Dorothee Sölles Einsatz für Gerechtigkeit, das diakonische Wirken von Margarete Blarer und das politische Engagement von Elisabeth von Rochlitz.

„Vergnügt, erlöst und befreit“ gingen die Frauen nach Hause, beschwingt von der mitreißenden Musik von Bea Nyga und inspiriert von der Kraft der reformatorischen Frauen.

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ekir.de / Evangelische Frauenhilfe im Rheinland / 28.03.2017



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