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Chor Chor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Herford

Materialheft

Musikalische und reformatorische Impulse

Freikirchliche Impulse zum Motto „Die eine Welt reformieren“ liefert ein Materialheft der evangelischen Landeskirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe. Ein Schwerpunkt ist der Gemeindegesang. Gemeinsame Gottesdienste sollen 2016 Begegnung und Gespräch fördern.

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat eine Dekade zur Vorbereitung des 500. Reformationsjubiläums 2017 ausgerufen. Das Thema 2016 lautet „Reformation und die Eine Welt“. Die Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe gestalten dazu die Kampagne „Weite wirkt“. Hier findet sich auch die Verbindung zu den deutschen Freikirchen. Viele Kirchen, die in Deutschland „klein und mitunter unauffällig“ seien, begegne man in der weiten Welt zum Teil als große Kirchen, erklärt Barbara Rudolph, Ökumene-Chefin der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Ökumene „nicht als kleinster gemeinsamer Nenner“

„Manche, wie die Herrnhuter und die Mennoniten sind selbst Vorbereiter der Reformation gewesen oder haben vorreformatorische Traditionen integriert“, heißt es im Geleitwort des Materialheftes von Vertreterinnen und Vertretern der Freikirchen. Aber auch die Freikirchen aus dem vorigen Jahrhundert stünden auf dem Boden der Reformation. Daher stehe es den Freikirchen gut an, der Reformation und ihrer Neuakzentuierung der biblischen Grundlagen zu gedenken und einen eigenen Beitrag zum Reformationsjubiläum zu leisten.

Ganz praktisch zeigten die Freikirchen, dass sie unter Ökumene „nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner“ verstehen, sondern dass sie die Vielfalt der Schöpfung auch in den evangelischen Kirchen widergespiegelt wissen. Nicht zufällig sei der Schwerpunkt des freikirchlichen Beitrags auf das Singen gelegt worden. „Ist doch ein gemeinsames Wesensmal der Freikirchen, das Lob Gottes mit kräftigen Gesang erklingen zu lassen“, erläutert der freikirchliche Vorbereitungskreis.

In zahlreichen Beiträgen gibt das Heft die Möglichkeit, etwas über die unterschiedlichen Musiktraditionen in den Freikirchen zu erfahren – zum Beispiel über die Aufnahme der sogenannten Hymns der amerikanischen Erweckungsbewegung in Gemeinden der Baptisten oder über den Begründer der methodistischen Kirche John Wesley als Liederdichter. Moderne Lobpreis-Musik und klassischer Gemeindegesang zeigen die große Bandbreite.

Auf die gemeinsame evangelische Tradition des Singens verweisen auch die Leitenden Geistlichen der evangelischen Landeskirchen. Darüber hinaus betonen sie, dass es in der Arbeitshilfe eine ganze Reihe von persönlichen Aussagen zur Bedeutung der Reformation für Menschen heute gibt. Dies sei eine Ermutigung eigene Worte dafür zu finden.

Vier zentrale Gottesdienste von Landes- und Freikirchen

Im Zentrum des Heftes steht ein Entwurf für einen gemeinsamen Gottesdienst. „Viel zu selten nehmen Landes- und Freikirchen die Gelegenheit wahr, gemeinsam Gottesdienst zu feiern“, so die westfälische Präses Annette Kurschus, der rheinische Präses Manfred Rekowski und der lippische Landessuperintendent Dietmar Arends.

Zentrale Gottesdienste sind für 2016 am Pfingstmontag, 16. Mai, in Herford, Wuppertal und Schloss Wendlinghausen/Dörentrup sowie am Reformationstag, 31. Oktober, in Saarbrücken geplant. Außerdem hofft man auf weitere gemeinsame Gottesdienste an möglichst vielen Orten.

Das Materialheft „Die eine Welt reformieren. Freikirchliche Impulse für eine evangelische Aufgabe“ steht als PDF auf ekir.de zum Download bereit. Die gedruckte Ausgabe kann bei der Evangelischen Kirche im Rheinland, Landeskirchenamt, Abteilung III Ökumene, Hans-Böckler-Straße7, 40476 Düsseldorf und per Mail an monika.bank@ekir-lka.de bestellt werden.

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ekir.de / rtm / Foto: privat / 11.12.2015



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