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Freiwilligendienst in Afrika

Nach dem Abitur für ein Jahr nach Ruanda

Ihre Abiprüfung hat Karoline Wolandt hinter sich. Viele ehemalige Schulkameraden machen nun erst mal ausgiebig Ferien. Nicht so die 18-Jährige aus Düsseldorf-Wersten. Sie ist auf dem Sprung zu einem Freiwilligendienst in Ruanda.

Afrika ist ihr nicht fremd: Karolines Mutter Kirsten Wolandt war sechseinhalb Jahre Pfarrerin der deutschen Gemeinde in Nigeria.  Als Kind sammelte Karoline deshalb reichlich Erfahrung. „Da ist mir auch viel soziale Ungerechtigkeit begegnet, aber insbesondere auch Leute, die dagegen angekämpft haben. Das fand ich damals schon beeindruckend.“

In Ruanda will sie in einem christlichen Schulzentrum als Lehrerin arbeiten - obwohl sie noch nie zuvor unterrichtet hat. Karoline Wolandt lehnt sich entspannt zurück: „In Ruanda gibt es einen relativ großen Lehrermangel, weshalb das Sinn macht, als Freiwilliger da hin zu kommen. Außerdem ist es für die Schule ganz praktisch jemanden zu haben, der gut Englisch spricht, weil die Lehrer dort das nicht so gut können.“ 

Sie lernt bereits die Landessprache

Ihre Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das Eine-Welt-Netz NRW schult die Freiwilligen in einem zweiwöchigen Seminar für ihren Auslandseinsatz. Parallel lernt Karoline schon fleißig die Landessprache Kinyarwanda. 

Anfang August wird es ernst. Dann zieht sie um aus der Werstener Wohnung in eine kleine Hütte auf das Schulgelände in einem ruandischen Dorf, anderthalb Stunden entfernt von der Hauptstadt Kigali.

Jeden Sonntag in die Kirche

Die Kontakte mit der Kirchengemeinde vor Ort werden sehr intensiv sein, weiß sie schon jetzt, „weil die Menschen in Ruanda sehr christlich sind, so dass ich zum Beispiel jeden Sonntag in die Kirche gehen muss, weil ich sonst schräg angeschaut werde im Dorf“.

Außerhalb ihres Dienstes möchte sie Land und Leute kennen lernen. Dabei werden ihr Spuren des Bürgerkriegs begegnen, der vor 20 Jahren tobte. Bis zu einer Million Menschen kamen ums Leben. Karoline Wolandt will das nicht ausblenden.

Selbst viel lernen

Sie ist sicher, dass der Freiwilligendienst in Südostafrika für sie eine sinnvolle Zeit wird. „Ich denke, dass ich da viel lernen kann und dass ich andere Sichtweisen auf Armut oder Flüchtlingsproblematiken bekommen werde."

Neues Wissen, das auch teilen will: "Ich kann damit mein Umfeld hier in Deutschland über solche Themen aufklären." Mal abgesehen davon, dass sie richtig neugierig ist: "Natürlich ist es für mich spannend, eine neue Kultur kennen zu lernen.“

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ekir.de / evdus.de, Foto: Andreas Vollmert / 14.07.2014



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