Der Welt Frieden bescheren, gewaltfreie Konfliktbearbeitung erlernen, dazu dient ein Qualifizierungskurs. Foto: ekir.de-Archiv Den Frieden in der Welt befördern, gewaltfreie Konfliktbearbeitung erlernen, dem dient im weiteren Sinn der Qualifizierungskurs Friedenserziehung. Foto: ekir.de-Archiv / Maike Roeber

Friedenserziehung

Weil wir aus Gottes Frieden leben

Eine Fortbildung zur Referentin oder zum Referenten für Friedenserziehung an Schulen wird ab September angeboten. Der Qualifizierungskurs mit Zertifikat befähigt zu einer Tätigkeit, die quasi das Gegenstück zu der der Jugendoffiziere ist.

Die Idee: Die künftigen Friedensreferentinnen und -referenten fördern die Urteilsbildung von Schülerinnen und Schülern in Fragen von Friedens- und Gewissensentscheidungen, vermitteln gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien und zeigen Möglichkeiten, sich aktiv für gesellschaftlichen und internationalen Frieden einzusetzen. Hauptzielgruppen sind 9. Klassen. Die Friedensreferentinnen und -referenten übernehmen Unterrichtseinheiten und gestalten Schulprojekte. Die Fortbildung ist ein Kooperationsprojekt der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) zusammen mit der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Für die Teilnahme an dieser Fortbildung wirbt Landeskirchenrätin Christine Busch, stellvertretende Leiterin der Ökumene-Abteilung im Landeskirchenamt. "Ich wünsche mir sehr, dass wir in der Evangelischen Kirche im Rheinland viele Menschen finden, die Friedensreferentin oder Friedensreferent an einer Schule werden wollen." Und weiter erläutert die Theologin: "Wir leben aus Gottes Frieden, und wir treten für Gerechtigkeit ein. Vor allem aber wissen wir um die Frieden stiftenden Fähigkeiten junger Menschen. Friedensbildung ist eine Kernaufgabe unserer Kirche."

Für den Qualifizierungskurs sollen Menschen aus pädagogischen und kirchlichen Berufen angesprochen werden. Genauer: Lehrerinnen, Pfarrer, Jugendreferentinnen, Friedensfachkräfte, KDV-Berater. Die Teilnahme kostet 150 Euro für alle sechs Module, inklusive Unterkunft und Verpflegung.

Hintergrund ist der Wegfall der Wehrpflicht

Die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen möchten die Schulen in ihrem vom NRW-Schulgesetz vorgesehenen Bildungsauftrag der Friedenserziehung unterstützen, das ist der Hintergrund des Qualifizierungskurses. Plus: Die Kooperationsvereinbarung von Land NRW und Bundeswehr ermöglicht die Einladung von Jugendoffizieren in die Schulen – aber eben auch kirchlichen Referentinnen und Referenten für Friedenserziehung. Dahinter steht vor allem der Wegfall der Wehrpflicht. Nach dem Wunsch der NRW-Landeskirchen sollen die jungen Menschen auf der Basis des Leitbilds des gerechten Friedens Friedensengagement kennenlernen.

Nach Abschluss des Qualifizierungskurses können die Teilnehmenden sich auf eine offizielle Liste ihrer Landeskirche setzen lassen. So können sie dann beispielsweise von Religionslehrerinnen oder Politiklehrern in die Schule eingeladen werden. Das Land NRW zahlt Referentinnen und Referenten für Friedenserziehung an Schulen für geleisteten Unterricht eine Aufwandsentschädigung.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 15. Juli 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 17. Juli 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 17.07.2013



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