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Wilfried Warneck (1929-2015) Wilfried Warneck (1929-2015)

Nachruf

Pionier der kirchlichen Friedensarbeit

Er war in den achtziger Jahren der erste angestellte Friedenspfarrer in der Evangelischen Kirche im Rheinland: Wilfried Warneck, einstiger Friedenspfarrer des Kirchenkreises Braunfels, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. 

1929 in Königsberg im damaligen Ostpreußen geboren, studierte Warneck in Bethel und Heidelberg Evangelische Theologie. In dieser Zeit gründete er auch die ökumenische Kommunität mit, die sich seit 1955 „Laurentiuskonvent“ nennt. Sein Vikariat absolvierte der Theologe 1954 in Heidelberg-Kirchheim, wo er auch ordiniert wurde.

1977 zog das Ehepaar Warneck nach Laufdorf im Kirchenkreis Braunfels und wohnte später im dort entstandenen Haus des Laurentiuskonventes. Warneck wurde Synodalbeauftragter für Friedensarbeit und für Ökumene und baute den Arbeitskreis Frieden im Kirchenkreis Braunfels auf. Hinzu kam 1975 die Gründung des Internationalen Netzes von Friedenskirchen „Church and Peace“ mit Sitz in Laufdorf, dessen Geschäftsführer er wurde.

Warneck war dem Anliegen der Friedenskirche verpflichtet. So initiierte und organisierte er 1986 mit anderen die erste Internationale Friedenskirchliche Versammlung in Braunfels. Der Pionier kirchlicher Friedensarbeit hinterlässt zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themenbereichen Frieden, Versöhnung und Gewaltfreiheit. Generationsübergreifend kamen Frauen und Männer zu seinen Friedens-Seminaren. 

Warneck war der geistliche Inspirator für den Laurentiuskonvent, einer solidarischen Gemeinschaft im konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Er selbst hat mit seiner Frau Ruth in dem Konvent - früher in Laufdorf, jetzt in Wethen - gelebt.

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ekir.de / bkl, sti, Foto privat / 12.03.2015



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