Ganztagsschule in NRW

Erfolgreiche oder durchwachsene Geschichte?

Ein "durchwachsenes Fazit" zieht die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände (LAGF) in Nordrhein-Westfalen (NRW) zum zehnten Jahrestag der Einführung der Ganztagsschule an den NRW-Grundschulen. Das Angebot sei noch nicht ausreichend.

Für NRW müsse endlich ein vernünftiges und zeitgemäßes Ganztagsschulgesetz auf den Weg gebracht werden, heißt es in der LAGF-Pressemitteilung zum Jahrestag. Zu den LAGF-Mitgliedern zählt der Landesverband Rheinland der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen (EAF). Die Ganztagsschule müsse kostenfrei angeboten werden. Außerdem müssten ausreichende Betreuungszeiten vorgehalten werden. Die bisherigen Zeiten morgens und nachmittags genügten nicht, "um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tatsächlich sicher zu stellen", so die LAGF. Der Ganztag sei ein "mittelmäßig ausgestattetes Betreuungsangebot". Bildung und Förderung von Kindern und Eltern komme deutlich zu kurz.

Die NRW-Landesregierung spricht von der "Erfolgsgeschichte" des offenen Ganztags, lädt zum Jubiläum zur Ganztagsmesse "ganz!stark" ein. Schulministerin Sylvia Löhrmann unterstreicht, der offene Ganztag gehöre heute zum "selbstverständlichen Angebot fast aller Grundschulen". Sie hebt u.a. die Mitwirkung von Menschen verschiedener Professionen hervor. "Diese Multiprofessionalität ist eines der Markenzeichen des Ganztags."

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 26. Juni 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 26. Juni 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 26.06.2013



© 2016, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.