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Solidarité und der Eiffelturm als Friedenssymbol auf einem Gebäude der saarländischen Staatskanzlei neben der Kirche am Ludwigsplatz. Solidarité und der Eiffelturm als Friedenssymbol auf einem Gebäude der saarländischen Staatskanzlei neben der Kirche am Ludwigsplatz.

Ökumenischer Gedenk- und Klagegottesdienst in Saarbrücken

„Verblendet, sinnlos, grausam“

In einem ökumenischen Gedenk- und Klagegottesdienst in der Saarbrücker Ludwigskirche haben rund 400 Menschen am Montagabend der Opfer der Terrorakte von Paris gedacht. Auch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr gesamtes Kabinett nahmen teil. 

Rund 400 Menschen kamen in den Gedenkgottesdienst. Rund 400 Menschen kamen in den Gedenkgottesdienst.

Superintendent Gerhard Koepke (Evangelischer Kirchenkreis Saar-Ost) und Dechant Benedikt Welter (Katholisches Dekanat Saarbrücken) bekannten ihre Fassungslosigkeit angesichts der Bluttaten von Paris, die über zahlreiche Familien und über ein ganzes Land unermessliches Leid gebracht habe. „Mit unseren Gedanken und Gebeten sind wir jetzt bei den betroffenen Angehörigen und Freunden sowie bei unseren Partnerkirchen in Frankreich“, sagte Koepke. 

Superintendent Gerhard Koepke Superintendent Gerhard Koepke

In Paris sei gemordet worden „von Menschen, die glauben, dass sie im Namen ihres Gottes töten, verblendet, sinnlos, grausam“, klagten die Theologen. Menschen seien wahllos vernichtet worden „wie Ungeziefer“. Die Täter hätten sich völlig gleichgültig gegenüber ihren Opfern verhalten. „In der Wahllosigkeit dieser Tat zeigt sich eine menschenverachtende Grausamkeit, die schaudern lässt“, betonten sie in einem Klagegebet.

Doch, man wolle nicht glauben „an Mauern, Grenzen, Rassen, Religionen“. Man glaube „an freie Länder, offene Häuser, gastfreie Menschen in allen Farben des Regenbogens.“ Superintendent Koepke gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass wahr werde, was der Prophet Jesaja gesagt habe: „Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind.“

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr Kabinett nahmen an dem Gottesdienst teil. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr Kabinett nahmen an dem Gottesdienst teil.

Eingeladen zu dem ökumenischen Gottesdienst hatten die evangelischen Kirchenkreise an der Saar und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) im Saarland. Neben Superintendent Koepke und Dechant Welter wirkten auch Landespolizeipfarrer Rudolf Renner, Joachim Hipfel von der Freien evangelischen Gemeinde Saarbrücken, Andreas Berg von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Joachim Schumann von der Evangelisch-methodistischen Kirche sowie Pascal Jung und Thomas Equit vom katholischen Dekanat Saarbrücken in dem Gottesdienst mit. Die musikalische Gestaltung übernahm der Figuralchor der Ludwigskirche unter der Leitung von Kreiskantor Ulrich Seibert. 

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ekir.de/ Ulrike Klös, Fotos: Thomas Seeber / 17.11.2015



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