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Krankenhaus. Foto: Diakonie RWL Krankenhaus ist einer der Arbeitsorte von Angestellten in Kirche und Diakonie.

Gehaltserhöhung

Mehr Geld für Beschäftigte in Kirche und Diakonie

Die Beschäftigten der evangelischen Kirchen und der Diakonie im Rheinland, in Westfalen und Lippe erhalten mehr Geld. Die rund 140.000 Angestellten erhalten rückwirkend zum 1. Juli drei Prozent mehr, ab Juli 2015 weitere 2,4 Prozent. 

Das teilten die Landeskirchen nach einen Beschluss der arbeitsrechtlichen Schiedskommission Rheinland-Westfalen-Lippe mit. Damit würden die Gehaltssteigerungen im öffentlichen Dienst und auch die Regelungen des öffentlichen Dienstes zum Urlaubsanspruch übernommen, hieß es. Allen kirchlichen Angestellten stehe nun ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen zu.

"Durch diesen Abschluss sichern wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiter dieselbe Vergütung wie im Öffentlichen Dienst", erklärten die Vizepräsidenten der drei Landeskirchen, Dr. Johann Weusmann für die rheinische und Klaus Winterhoff für die westfälische Kirche sowie Arno Schilberg für die lippische Landeskirchekirche.

Der Beschluss der Arbeitsrechtlichen Schiedskommission war notwendig geworden, weil in der Arbeitsrechtlichen Kommission keine Einigung erzielt werden konnte. Vorsitzender ist Harald Schliemann, früher Justizminister des Freistaats Thüringen und Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht.

Dritter Weg zur Festsetzung des Gehalts

In den beiden großen Kirchen gilt im Arbeitsrecht der sogenannte Dritte Weg. Im Unterschied zum Tarifvertragssystem in der Wirtschaft und im Öffentlichen Dienst (Zweiter Weg) werden Löhne und Gehälter bei den Kirchen in Arbeitsrechtlichen Kommissionen ausgehandelt. Diese sind mit Vertretern der Dienstnehmer- und der Dienstgeberseite (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) paritätisch besetzt. Der Erste Weg ist die einseitige Festlegung der Löhne durch den Arbeitgeber.

Kommt in den Kommissionen keine Einigung zustande, entscheidet eine Schiedskommission. Ihr Spruch ist verbindlich. Der Dritte Weg hat in den vergangenen Jahren zu heftigen Debatten innerhalb und außerhalb der Kirchen geführt. Er beschäftigte unter anderem auch das Bundesarbeitsgericht, das zumindest Streiks in kirchlichen Einrichtungen unter Auflagen als zulässig ansieht.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 1. September 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 1. September 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / epd-west / Foto: Diakonie-RWL / 01.09.2014



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