EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr

Neue Kirche in Wuppertal-Elberfeld. Neue Kirche in Wuppertal-Elberfeld.

Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld-West

Ungewöhnliche Ausschreibung

"Solch kreative Denkansätze sind wünschenswert." So kommentiert Vizepräses Christoph Pistorius eine Premiere: Die Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld-West hat die Stelle einer Gemeindemanagerin bzw. eines Gemeindemanagers ausgeschrieben.

Die Wuppertaler Gemeinde sucht einen Menschen, dessen Herz für das Managen, für das Organisieren von großen und kleinen Events sowie für Personalführung schlägt. Die gesuchte Person soll an der Schnittstelle der vielen ehrenamtlich und hauptamtlich Aktiven arbeiten. Außerdem soll er oder sie auch eigene Schwerpunkte setzen, zum Beispiel beim Aufbau eines Besuchsdienstes oder der Entwicklung von Erwachsenenbildung. Bewerbungen werden bis 15. April erbeten. Die Stelle umfasst 15 Stunden. Die Vergütung reicht bis zur Entgeltgruppe 10 BAT-KF. Eine Stelle neben dem Pfarramt.


Klar ist: Die Ausschreibung geschieht vor dem Hintergrund der aktuellen Pfarrbilddiskussion. Im Januar hatte die Landessynode eine Arbeitsgruppe beauftragt, der Landessynode 2015 dazu ein Maßnahmenpaket vorzulegen. Parallel dazu hat die Landessynode unter dem Titel „Zeit fürs Wesentliche – Perspektiven auf den Pfarrberuf in der Evangelischen Kirche im Rheinland“ eine Vorlage beschlossen. Pistorius: "Sie zielt darauf, eine Vereinbarungskultur zu befördern, wonach noch genauer hingesehen wird, welche Aufgaben von Pfarrerinnen und Pfarrern wahrgenommen werden sollen."

Diese Erfahrungen unbedingt auswerten

Ein Impuls, den die Gemeinde Elberfeld-West aufgegriffen hat. Vizepräses Christoph Pistorius: "Im Stellenprofil finden sich Aufgaben, die bislang durchaus zum Arbeitsalltag im Pfarramt gehören." Die Erfahrungen sollten unbedingt ausgewertet werden. "Sicher lohnt es sich, dabei auch die Erfahrungen mit dem ,Gemeinsamen Pastoralen Amt', ehemals ,Geteiltes Amt', einzubeziehen."

Ob sich der Begriff Gemeindemanager bzw. Gemeindemanagerin durchsetzt, hängt nach Einschätzung von Pistorius unter anderem davon ab, "ob in diesen Funktionen die Aufgaben in Achtsamkeit gegenüber der Gemeinde und den anderen Mitarbeitenden wahrgenommen werden".

Pfarrer Johannes Nattland, der Vorsitzende des Presbyteriums der Gemeinde Elberfeld-West, berichtet: „Wir haben als Gemeinde einen enormen Konzentrationsprozess hinter uns." Dabei sei immer klar gewesen: Es soll weiterhin Profilierung geben, trotz allen Abbaus. Die im Presbyterium intensiv geführte Pfarrbilddiskussion habe ergeben, dass neben den obligatorischen Aufgaben der beiden Pfarrstelleninhaber - Amtshandlungen, Gottesdienste, Seelsorge, Beratung, Begleitung von Gruppen, Notfallseelsorge - mehr Freiräume für pastorale Begleitung geschaffen werden sollen.

Das positive Pfarrbild eines Türöffners weiter stärken

Das Ziel: neue Projekte zum missionarischen Gemeindeaufbau anstoßen. Dazu sollen Organisations-, Verwaltungs, Struktur- und Veränderungsprozessfragen auf das notwendige Maß reduziert werden. Was der Gemeinde wichtig ist: eine Stärkung des "durchweg positiven Pfarrbilds, des Bilds der Menschen von Pfarrerin und Pfarrer als Türöffner".

Und so wird nun fürs Management ein Mensch mit Herz, Empathie und (Selbst)Organisationsvermögen gesucht. Parallel wird für zehn Stunden ein Jugendmitarbeiter bzw eine Jugendmitarbeiterin gesucht, um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auszubauen. Beide Stellen können nach dem Wunsch des Presbyteriums auch durch eine Person besetzt werden.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / wj, neu / 19.03.2014



© 2016, Evangelische Kirche im Rheinland – EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung