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Gemeinwesenarbeit

Selbstwertgefühl und Identität steigern

„Inzwischen bin ich hier“ lautet das Motto eines neuen Projekts der "GemeinWesenArbeit" in Saarbrücken-Burbach für Frauen mit Migrationshintergrund. Ziel ist es das Selbstwertgefühl und die Identität, aber auch die Sprach-, Lese- und Schreibkompetenz zu fördern.

Unterstützt wird das Projekt von der Saarländischen Landesregierung. Staatssekretär Stephan Kolling vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie übergab jetzt in Saarbrücken-Burbach 5800 Euro aus Totomitteln an Vertreter des Diakonischen Werkes an der Saar und des Caritasverbandes für Saarbrücken und Umgebung, die gemeinsam Träger der Gemeinwesenarbeit in Burbach sind.

„Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag im Bereich der seelischen Gesundheitsförderung für Menschen mit Migrationshintergrund“, so Staatssekretär Kolling. „Die niedrigschwellige Angebotsstruktur im vertrauten Umfeld erleichtert den Zugang zu unbewältigten Themen und der Verarbeitung eigener Erinnerungen und Erlebtem.“ Das Projekt sei richtungsweisend für andere regionale Maßnahmen der „Migration und Gesundheitsförderung“ und in der aktuellen Flüchtlingsdebatte hochaktuell und nachahmenswert. Zudem passe es konzeptionell hervorragend in die Präventionskampagne „Das Saarland lebt gesund!“, bei der die seelische Gesundheit eines der Schwerpunkt-Themen 2015 darstelle.

„33 Prozent der Menschen, die in Burbach leben, haben einen Migrationshintergrund. Sie kommen aus fast 100 unterschiedlichen Nationen“, sagte Wolfgang Biehl aus der Geschäftsführung des Diakonischen Werkes an der Saar. Das Erzählen von Geschichten pflege in allen Kulturen eine Tradition. „Gerade das biografische Erzählen trägt dazu bei, die eigene Vergangenheit zu verstehen, sich selbst in der Gegenwart zu verorten, hier Sicherheit und Selbstvertrauen zu gewinnen und einen Entwurf für die Zukunft zu wagen. Das ist zur Integration der Frauen in unserer Gesellschaft eine wichtige Grundlage“, so Biehl.

Das Projekt wird an den interkulturellen Frauentreff der "GemeinWesenArbeit" sowie den Kultur- und Lesetreff (KuLT) in Burbach angedockt. In einem „Erzählcafé“ sollen sich junge und ältere Migrantinnen regelmäßig treffen, um Erinnerungen auszutauschen. Dabei sollen mit Unterstützung der Saarbrücker Autorin Carola Stahl sogenannte “Lebensbücher“ entstehen, mit acht bis zehn Geschichten von Müttern, Großmüttern und Töchtern.

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ekir.de / DWSAAR / 09.02.2015



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