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Christoph Pistorius bei der ersten Gender-Konferenz zu Gast

Vizepräses: Unterschied in der Entlohnung muss deutlich verkleinert werden

Pressemitteilung Nr. 80/2014

Christoph Pistorius, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat die Dienstgeberinnen und Dienstgeber von Kirche und Diakonie aufgerufen, weiter über den Wert von Arbeit nachzudenken. „Der große Unterschied, mit der die Arbeit einer Krankenpflegerin und die einer Führungskraft ideell bewertet und finanziell entlohnt wird, muss deutlich verkleinert werden“, sagte Pistorius heute bei der ersten Gender-Konferenz der rheinischen Kirche in Bonn. „Die Gesellschaft legt ein Augenmerk darauf, wie wir als Diakonie und Kirche das handhaben und welche Arbeit welche Bewertung erfährt“, so der Vizepräses, der auch die Abteilung Personal im Landeskirchenamt leitet.

Im Namen der Kirchenleitung dankte er allen, „die sich in Kirchenkreisen, Gemeinden und Einrichtungen seit vielen Jahren für eine Gleichstellung von Männern und Frauen einsetzen und engagieren“. Was in den vergangenen 50 Jahren für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Kirche erreicht wurde, sei auch im ökumenischen Vergleich profilbildend, unterstrich Christoph Pistorius: „Wie viel inhaltlich ärmer und beschränkter wäre unsere Theologie, die Verkündigung und Gemeindearbeit ohne die vielen Theologinnen, die in unserer Kirche Dienst tun. Dies ist zurzeit etwa ein Drittel. Ich bin als evangelischer Christ und als Vizepräses stolz darauf, was hier bis hierhin erreicht wurde.“ Mit Superintendentin Marion Greve in Essen sei Anfang des Monats die siebte Frau eingeführt worden, die die Leitung eines der 38 Kirchenkreise in der Evangelischen Kirche im Rheinland übernommen hat. „Hier haben wir noch deutlich Luft nach oben“, konstatierte der Vizepräses.

Die Landessynode habe in den vergangenen Jahren bei der Wahl ihrer Leitungspersonen fast ausschließlich männlich gewählt. „Auch hier“, so Pistorius, „haben wir im Sinne der Gleichstellung von Männern und Frauen Entwicklungspotential“. Auf der anderen Seite zeige es aber auch ganz nüchtern, dass das Thema der Gleichstellung nicht das alleinige und einzige Kriterium für kirchenleitendes Handeln und synodale Entscheidungsfindung sei.

Die Gender-Konferenz dient dem Austausch und der Vernetzung von Menschen aus den Kirchenkreisen sowie den Ämtern, Werken und Einrichtungen. Auf ihr werden aktuelle gender- und gleichstellungspolitische Themen beraten und Strategien für die Umsetzung von gender- und gleichstellungspolitischen Zielen abgestimmt.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 16. Mai 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 16. Mai 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf/Bonn / EKiR-Pressestelle / 17.05.2014



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