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Mit Spaß und Augenzwinkern: Rüdiger Raschke, Vanessa Kluge und Nicole Kuropka (r.) laden ein zum Ehranger Bibelcache. Mit Spaß und Augenzwinkern: Rüdiger Raschke, Vanessa Kluge und Nicole Kuropka (r.) laden ein zum Ehranger Bibelcache.

Biblischer Geocache

Von Gott gefunden werden

Einen biblischen Geocache gibt es neuerdings in der Evangelischen Kirchengemeinde Ehrang im Kirchenkreis Trier. Der Cache, für den keine biblischen Vorkenntnisse benötigt werden, ist in Ehrang und Umgebung zu suchen. Eröffnet wurde er mit einem Gottesdienst. 

Unterstützt wird die Aktion vom Evangelischen Bibelwerk im Rheinland. Ziel des Bibelwerks sei es, Menschen zu einem kritischen und selbstverantworteten Verstehen der biblischen Schrift zu verhelfen und neue Zugänge zur Bibel zu eröffnen, erläutert Rüdiger Raschke, Vorstandsmitglied des Bibelwerks. Dr. Nicole Kuropka, ebenfalls vom Vorstand des Bibelwerks, sagt: „Die Bibel muss unters Volk und verstanden werden.“

Dazu brauche es ganz neue Wege – „und Geocaching ist so ein Weg“, betont Kuropka. Martin Luther habe zwar Geocaching nicht gekannt, aber auch er habe immer wieder nach neuen Wegen und Zugängen zur Bibel gesucht. Raschke: „Die Bibel ist eine unglaublich große Schatzkiste. Da steckt so viel für das Leben drin.“ Man müsse diese Schatzkiste nur öffnen.

Die Menschen dafür zu begeistern, sei jedoch nicht leicht – also warum nicht „mit Spaß und Augenzwinkern?“, nahm Pfarrerin Vanessa Kluge den Faden auf. Daraus ist die Idee des Ehranger Bibelcaches entstanden – in den versteckten Dosen befindet sich eine Bibelgeschichte, in Abschnitte unterteilt und jeweils mit einem Rätsel verpackt. Diese Rätsel sind für jeden und jede und ohne besondere Vorkenntnisse zu lösen.

Schätze finden

Kuropka: „Und während man eine Dose sucht und Rätsel löst, lernt man eine biblische Geschichte kennen. Nebenher.“ Passend auch zum Motto des Gottesdienstes „Found it“ solle das Finden der Schätze die Menschen zum Strahlen bringen und Freude bereiten, und damit auch Freude an Gottes Wort.

Pfarrerin Kluge: „Mit Augenzwinkern sage ich: Ich glaube, dass Gott auf seine Art und Weise der größte Cacher ist…und wir seine Dosen. Ist doch herrlich, sich von Gott gefunden zu fühlen und selber dabei zu denken: ‚Das ist Glück und Freude, dass ich Gott in meinem Leben finde‘.“

Start an der Ehranger Kirche

Wer sich in Ehrang auf den Weg machen möchte, so Kluge weiter, komme am besten zur Ehranger Kirche (Wallenbachstraße 1) und studiere den Schaukasten. „Das Rätsel für die erste Koordinate kann dort entdeckt werden. Nur lösen muss es jeder für sich." Ziel sei, dass dieser Geocache in Zukunft auch im Internet abgerufen werden kann, erläutert Kluge. Und es lohnt sich: In der letzten Dose befindet sich ein besonderer „Schatz“, gesponsert vom Evangelischen Bibelwerk im Rheinland.

Das Evangelische Bibelwerk im Rheinland unterstützt Kirchengemeinden in der Evangelischen Kirche im Rheinland, die ebenfalls einen eigenen Cache erstellen wollen. Wer Informationen oder Anregungen zur Erstellung einen biblischen Geocaches sucht oder vielleicht selbst schon einen solchen Cache erstellt hat, kann sich an oeffentlichkeitsarbeit@ekkt.de wenden. Ziel ist es, eine Übersichts-Karte aller bestehenden biblischen Geocaches zu erstellen.

Mit Respekt vor Mensch und Natur suchen

Und so funktioniert Geocaching, die  satellitengestützte Schatzsuche im Freien: Mit Hilfe von Koordinaten und einem Navigationssystem (Handy-App oder GPS-Gerät) sucht man verschiedene Dosen, sogenannte Caches. Die Caches können mit oder ohne Rätsel sein, die Zahl der Stationen ist offen.

Die jeweils letzte Dose enthält immer auch ein Logbuch für den „analogen“ Fundnachweis. Es eröffnet die Möglichkeit, schöne, sehenswerte, bemerkenswerte, ausgefallene oder verlassene Orte zu entdecken. Häufig lernt man dazu noch Wissenswertes über den Ort, eine Gegend, ein Gebäude oder - wie bei dem Cache in Ehrang – eine Bibelgeschichte. Ungeschriebene Regel bei allen Geocachern ist es, unauffällig (heimlich) zu suchen und Respekt vor der Natur und allen Mitmenschen zu zeigen.

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ekir.de / roe, neu, bil / 29.09.2015



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