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Andacht ermutigt Landessynode zur „Großen Transformation“

Der Glaube an Gottes Geleit ist für Christinnen und Christen der Motor, um nicht aufzugeben

 Pressemitteilung Nr. 10/2016

Bad Neuenahr. Pfarrer Dr. Heiner Süselbeck hat Christinnen und Christen aufgerufen, sich aktiv an der Lösung der bedrängenden Fragen der Gegenwart zu beteiligen. „Eine andere Welt ist möglich“, sagte er mit Worten Dietrich Bonhoeffers in einer Andacht am heutigen Montagmorgen auf der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Angesichts der Flüchtlingskatastrophe und der menschengemachten Klimaveränderung rief der frühere Rektor des Pastoralkollegs der rheinischen Kirche die Synodalen dazu auf, der Kraft ihres christlichen Glaubens zu vertrauen, auch wenn der Augenschein gegen einen Erfolg spreche. „Der Glaube an Gottes Geleit ist für christliches Engagement der entscheidende Motor, um nicht aufzugeben“, sagte er.

Süselbeck erinnerte an Bonhoeffers Gottvertrauen, wie es etwa in seinem Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ zum Ausdruck kommt. Bonhoeffer sei Vorbild auch im Scheitern geworden. In der Gewissheit, dass Gott seine Hände schützend über sein Leben und Sterben hielt, sei es Bonhoeffer gelungen, „sich ebenso kritisch wie ergeben auf eine aussichtslose Situation einzulassen und mit ihr förderlich umzugehen“. Der christliche Glaube rechne damit, dass mancher Plan auch nicht aufgehe.

Von Bonhoeffer könnten Christinnen und Christen lernen, wie aus dem Glauben der nötige Widerstand gegen Resignation und Kleinmut erwachse. Das zeitgemäße Wort dafür sei „Resilienz“, die Fähigkeit, in harten Zeiten unter dramatischen Lebensumständen optimistisch zu bleiben und angemessen zu handeln. Resiliente kirchliche Gemeinschaften stellten sich gegenwärtig vor allem zwei Fragen: „Wie widerstehen wir zusammen mit anderen den Ansprüchen einer Kultur, die dazu zwingt, uns selbst und unsere Mit-Welt zu gefährden?“ und: „Wie widerstehen wir (mit wem) Zwängen, die daran hindern, Flüchtenden Obdach zu geben?“ Bei der Suche nach Antworten seien Christinnen und Christen weiter gekommen als manche denken: „Mehr und mehr finden sich im Raum der Kirche – aber auch außerhalb der Kirchen – Menschen zusammen, die sich für Migranten, weltweite Partnerschaften und zum Teilen von Ressourcen modellhaft einsetzen. Kurz gesagt: Eine andere Welt ist möglich“, sagte Heiner Süselbeck.

Mit der Klimaveränderung und dem Thema Flüchtlingen beschäftigt sich auch diese Landessynode: Der Einsatz für ein nachhaltiges Wirtschaften und eine gerechtere Welt steht unter dem Stichwort „Große Transformation“ heute Nachmittag auf der Tagesordnung. Fragen der Flüchtlingspolitik waren Thema einer Konsultation, zu der die rheinische Kirche im Vorfeld ihrer Synode europäische Partnerkirchen eingeladen hatte.

Hinweis an die Redaktionen: Im Anhang finden Sie den Andachtstext. Es gilt das gesprochene Wort.

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Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 11.01.2016



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