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Landespfarrer Christoph Nötzel „Netzwerken & Teilen“ ist Schwerpunktthema des 4. glaubensreich-Netzwerktreffens: Landespfarrer Christoph Nötzel

4. glaubensreich-Netzwerktreffen

Frisch, anregend und relevant

"glaubensreich", eine Zukunftsinitiative der Evangelischen Kirche im Rheinland, versammelt Menschen, die "Glauben zum Ausdruck und Kirche in Bewegung bringen wollen", erklärt Landespfarrer Christoph Nötzel im Interview anlässlich des nächsten Treffens.

Worauf warten wir noch - so fragt man gern, wenn man schon im Flur steht und darauf brennt, loszugehen. Wohin führt das nächste glaubensreich-Netzwerktreffen, was erwartet die Teilnehmenden?

„Netzwerken & Teilen“ ist Schwerpunktthema des 4. glaubensreich-Netzwerktreffens. Kirche als geistlich-soziales Netzwerk! Wir fragen: Was können wir von der digitalen und analogen Netzwerkkultur lernen? Martin Herrndorf, Mitinitiator von Colabor in Köln, wird dazu einen starken Impuls geben. Auch die Bibel kann man teilen: Wir laden in einen Raum der geistlichen und biblischen Inspiration. Musikalisch gestaltet von Andre Enthöfer. Der Wuppertaler Saxophonist und Klarinettist wird die Reihe improvisierter Musik auf den Treffen der rheinisch-evangelischen Zukunftsinitiative fortsetzen. Laufende glaubensreich-Projekte werden präsentiert und stellen sich der Diskussion. In Werkstattgruppen werden Ideen und Projekte weiter entwickelt. Das Nachmittagsforum fragt: was mich bewegt ... was mich herausfordert ... was ich täte, wenn ich könnte, wie ich wollte ...

Was geschieht parallel zu den großen glaubensreich-Treffen?

Zwischen den Netzwerktreffen arbeiten die Projektgruppen weiter an ihren Projektideen. Die Projektgruppe „WortOrte – Gottesdienste, wo die Menschen sind“ plant einen Stationen-Gottesdienst in einem Einkaufszentrum. Das Projekt „Gemeinde für Menschen, die mit Kirche nichts anfangen können“ will die Lebenskünstler von der Schääl Sick, der rechtsrheinischen Seite in Köln, zusammenbringen, um miteinander das Leben zu meistern: einer dem anderen ein „Beymeister“ – wie die neu entstehende Gemeinschaft nach einem alten Begriff aus dem Zunftwesen sich nennt. Eine Fresh-Expression von Kirche in Köln-Mülheim. Weitere Projekte sind die „Innehaltestellen“, der „Reformationskoffer“, „Gottesdienst im Netz feiern“ oder der „Pilgerweg der Begegnung“, der verschiedensprachige Gemeinden miteinander verbinden soll. Die einzelnen Projekte stellen sich im glaubensreich-Blog unter www.glaubensreich.de vor. Dort finden sich auch zahlreiche Beiträge zu den neun glaubensreich-Herausforderungen: von „Mut zur Innovation“ über „Digitalisierung“ und „Inspiration“ bis zu „Junge Menschen“. Auf www.facebook.com/glaubensreich sind Menschen vernetzt, die der Frage nachgehen, wie die Zukunft in die Kirche kommt.

Welche Menschen haben bisher schon den Weg zu "glaubensreich" gefunden?

glaubensreich wendet sich an Menschen, die Glauben zum Ausdruck und Kirche in Bewegung bringen wollen. Wir wollen nicht klagen, sondern es wagen – auf die Verheißung des Evangeliums hin. Bisher machen etwa 200 Menschen bei glaubensreich mit. An den einzelnen Netzwerktreffen haben je zwischen sechzig und hundert Personen teilgenommen – zu sechzig Prozent Männer, die Hälfte ehrenamtlich in der Kirche unterwegs, die Hälfte unter 45 Jahren). Deren Feedback ermutigt uns, den begonnenen Weg fortzusetzen: Sie erleben „glaubensreich“ als frisch, anregend und relevant.

Sie pflegen ja zu sagen: Bei glaubensreich kann man auch noch jederzeit einsteigen. Warum ist es so egal, wenn man den bisherigen Prozess verpasst hat?

glaubensreich versteht sich als eine Plattform, auf der Ideen ausgetauscht und voran gebracht werden können. Menschen kommen miteinander in Kontakt und Kirche in Bewegung. Ein gutes Drittel der glaubensreich-Akteure sind jeweils erstmals dabei. Die Moderation bringt rasch ins Gespräch. An Gesprächstischen, Themeninseln oder in Workshop-Gruppen. So lernen sich die Teilnehmenden in wechselnden Kleingruppen rasch kennen und finden auch persönlich ins Gespräch. Bei glaubensreich bleibt keiner allein. Die Schwerpunktthemen, diesmal „Netzwerken & Teilen“, sind jeweils neu.
Bei jedem glaubensreich-Netzwerktreffen gibt es die Gelegenheit, neue Projekte zu starten. Entweder entsteht eine Projekt-Idee live vor Ort, weil sich ein paar Menschen zusammenfinden, die in eine ähnliche Richtung denken. Oder jemand bringt eine Projekt-Idee mit, stellt diese vor und gewinnt Partnerinnen und Partner, die mitdenken und mitmachen möchten.
Die mitgebrachten Ideen dürfen also gerne noch fragil und unausgereift sein. Vielleicht sehen Sie noch nicht mal eine Lösung und schildern erst mal eine Herausforderung, für die Sie gerne einen Ansatz finden möchten?
Wenn sich dann vor Ort eine Projekt-Gruppe bildet und verstetigt, bekommt sie innerhalb der folgenden Netzwerktreffen Raum, weiterzuarbeiten und sich zu präsentieren.
Ich lade herzlich alle ein, die Glauben zum Ausdruck und Kirche in Bewegung bringen wollen, am Netzwerk-Treffen am 19. September teilzunehmen. Es steht ganz in Ihrer Freiheit, in welchem Umfang und in welcher Verbindlichkeit Sie sich am glaubensreich-Prozess beteiligen wollen.

4. glaubensreich-Netzwerktreffen am 19. September 2015, 10.30 bis 16.30 Uhr in der Kölner Trinitatiskirche. Anmeldung bis zum 10. September über gmd@ekir.de

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ekir.de / Anna Neumann, Foto: Anna Siggelkow / 04.09.2015



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