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Mehr als 150 Teilnehmende kamen zum Studientag 'Christliches Glaubenszeugnis in der Begegnung mit Muslimen' nach Wuppertal. Mehr als 150 Teilnehmende kamen zum Studientag "Christliches Glaubenszeugnis in der Begegnung mit Muslimen" nach Wuppertal.

Christen und Muslime

Dialog und Mission neu reflektieren

Beim Studientag zum Thema „Christliches Glaubenszeugnis in der Begegnung mit Muslimen“ an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel diskutierten mehr als 150 Teilnehmende über Mission und interreligiösen Dialog. 

Anlass zu der Tagung am 21. Juni war die im Jahr 2015 von der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) veröffentlichte Arbeitshilfe „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“. Die Arbeitshilfe lädt dazu ein, die Begriffe Mission und Dialog im Blick auf das Zusammenleben mit Muslimen neu zu reflektierten.

Ziel der Veranstaltung in Wuppertal war es, aus neutestamentlicher, systematisch-theologischer und missionstheologischer Sicht zu einer weiteren Klärung beizutragen. Die Vorträge der Professoren Johannes Zimmermann (Greifswald), Ulrich Körtner (Wien) und Henning Wrogemann (Wuppertal) stellten heraus, dass Christen und Muslime aufgerufen sind, gemeinsam einen konstruktiven Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zu leisten, was ein Zeugnis für den eigenen Glauben nicht aus-, sondern einschließe.

Mission und interreligiösen Dialog von der Liebe Gottes her gestalten

Der Neutestamentler und praktische Theologe Johannes Zimmermann betonte in seinem Vortrag über den „Missionsbefehl“ in Matthäus 28,16-20, dass dieser Text nur ein Ausdruck der insgesamt missionarischen Ausrichtung des gesamten Neuen Testaments sei. Der Systematiker Ulrich Körtner sprach über „Offenbarung und Verborgenheit Gottes angesichts der Religionen“ und hielt fest, dass im christlichen Sinne über Offenbarung nicht außerhalb von Jesus Christus gesprochen werden kann. Der Missions- und Religionswissenschaftler Henning Wrogemann verwies schließlich darauf, dass sowohl Mission wie auch interreligiöser Dialog von der Liebe Gottes her gestaltet werden müssen und stets auf das Wirken des Heiligen Geistes angewiesen sind.

In der Plenardiskussion zum Abschluss des Tages zeigten sich sowohl ähnliche Meinungen wie auch weiterhin offene Fragen. So betonten mehrere Mitverfasser der Arbeitshilfe, dass diese nicht als eine Absage an ein christliches Zeugnis gegenüber Muslimen verstanden werden dürfe. Andererseits wurde aber deutlich, dass es unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, wie dieses Zeugnis aussehen soll und welches Ziel es hat.

Organisiert wurde die Tagung von der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel, vertreten durch Professor Dr. Henning Wrogemann, sowie dem Amt für Gemeindeentwicklung und Missionarische Dienste (GMD), vertreten durch den Leiter Pfarrer Christoph Nötzel, in Zusammenarbeit mit der Vereinten Evangelischen Mission VEM, vertreten durch Pfarrerin Dr. Claudia Währisch-Oblau, Leiterin der Abteilung Evangelisation.

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ekir.de / vis / 24.06.2016



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