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Gleichstellung im Pfarramt

Langer steiniger Weg

Der Weg zur Gleichstellung von Pfarrerinnen und zur Frauenordination war „lang und steinig“. Daran erinnert die Theologin und EKD-Reformationsbotschafterin Prof. Dr. Margot Käßmann im Grußwort zur Publikation „Gleichstellung im geistlichen Amt“.

Sie weiß es aus eigener Erfahrung: Als sie selbst vor 40 Jahren mit ihrem Theologiestudium begann, war sie zuvor noch keiner Pfarrerin begegnet. Der Band über die Gleichstellung im geistlichen Amt erscheint als Ergänzung zum 1. Gleichstellungsatlas der EKD und gibt einen ersten EKD-weiten Überblick über die Entwicklung der (rechtlichen) Gleichstellung von Frauen im Pfarramt in den Landeskirchen.  

Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums will er das Bewusstsein für Frauenordination als „Langzeitfolge reformatorischer Erneuerung schärfen“, wie es im Vorwort des Projektteams heißt, zu dem auch Beate Ludwig gehört, soziologische Dezernentin in der Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Vollendung der Gleichstellung in der EKiR vor 42 Jahren

Zum 40. Jahr der rechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt in der rheinischen Kirche gibt es seit 2015 die Wanderausstellung „Pionierinnen im Pfarramt“, die den Weg bis zur vollen rechtlichen Gleichstellung von Pfarrerinnen in der Evangelischen Kirche im Rheinland nachzeichnet.

Im Rheinland wie in allen Landeskirchen: Meilensteine waren u.a. die Zulassung von Frauen zum Theologiestudium oder auch die Überwindung von Zölibatsklauseln. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann es selbstverständlich zu werden, dass Frauen Pfarrerinnen sind. In wirklich allen Landeskirchen gibt es die komplette Gleichstellung im Pfarrberuf erst seit zwanzig Jahren.

Erste Superintendentin, erste lutherische Bischöfin: vor 25 Jahren

Oder anders erinnert: Gerade erst vor 25 Jahren wurden Hannelore Häusler zur ersten Superintendentin in der Evangelischen Kirche im Rheinland und Maria Jepsen zur weltweit ersten lutherischen Bischöfin gewählt. Auch daran erinnert der Band, der vom Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie und der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den EKD-Gliedkirchen herausgegeben wird.

Dass erst kürzlich in Lettland die Frauenordination wieder abgeschafft wurde, auch das kommentiert Margot Käßmann in ihrem Grußwort: Dies sei „tragisch“ und widerspreche der Repräsentation von Frauen in allen Ämtern als Kennzeichen reformatorischer Kirchen.

Einzelne gedruckte Exemplare "Gleichstellung im geistlichen Amt" können kostenlos in der Genderstelle angefordert werden, gender@ekir.de

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ekir.de / lu, neu / 26.07.2017



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