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Bei einer Podiumsdiskussion blickten sie auf 40 Jahre GMÖ zurück (v.l.): Claudio Gnypek, Pfarrerin Ursula Thomé, Pfarrer i.R. Heinz Benemann, Frauke Heiermann, Pfarrer i.R. Markus Braun. Bei einer Podiumsdiskussion blickten sie auf 40 Jahre GMÖ Westliches Ruhrgebiet zurück (v.l.): Claudio Gnypek, Pfarrerin Ursula Thomé, Pfarrer i.R. Heinz Benemann, Frauke Heiermann, Pfarrer i.R. Markus Braun.

GMÖ Westliches Ruhrgebiet

Vier Jahrzehnte Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Schöpfung

Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung: Das sind Anliegen des Gemeindedienstes für Mission und Ökumene (GMÖ). An den Einsatz dafür erinnerten sich die Gäste der 40-Jahr-Feier des GMÖ Westliches Ruhrgebiet. 

Zu der Jubiläumsfeier dieses GMÖ für die Kirchenkreise Essen, Duisburg, Oberhausen und An der Ruhr waren zahlreiche Wegbegleiterinnen und -begleiter aus der Region und aus früheren Tagen in die Mülheimer Ladenkirche gekommen. Humorvoll kam die Sprache auf die Anfänge: „Wir agierten ja früher quasi am Rande der theologischen Legalität“, erinnerte sich Pfarrer i.R. Markus Braun, erster Stelleninhaber im Ruhr-GMÖ, in einer Gesprächsrunde mit alten Weggefährten. Neben ihm nahmen Frauke Heiermann als langjähriges Kuratoriumsmitglied, Pfarrer i.R. Heinz Benemann, früherer Kuratoriumsvorsitzender, und die heutige GMÖ-Pfarrerin Ursula Thomé an der von Claudio Gnypek moderierten Talkrunde teil.

Der GMÖ arbeitet zu den Themen des konziliaren Prozesses - Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung -, begleitet ökumenische Partnerschaften und ist Ansprechpartner für Bildungsarbeit, zum Beispiel zu Themen des fairen Handels und des nachhaltigen Wirtschaftens. 

Anfangs ging es um Weltläden und das Apartheidssystem

Welche Themen standen im Gründungsjahr 1975 auf der Agenda? Damals bekamen die Weltläden Aufwind und damit auch mehr und mehr Unterstützung - gerade auch in den Kirchen. Politisch wurde der Umgang mit dem Apartheidssystem in Südafrika diskutiert. In der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde 1975 die Gleichstellung von Pfarrerinnen mit Pfarrern vollendet.

Pfarrerin Ursula Thomé, seit zwölf Jahren in Diensten des GMÖ, und Bildungsreferent Claudio Gnypek, seit fünf Jahren dabei, sehen sich heute zwar einer gewandelten Welt gegenüber. Aller Aufgaben ledig ist der GMÖ dabei jedoch nicht „Noch immer ist es nicht selbstverständlich, ökumenische Gebete in unsere Gottesdienste einzubringen“, trug Pfarrer Heinz Benemann seine Erfahrungen vor. „Wir bleiben dran“, versprach Claudio Gnypek stellvertretend für das aktuelle GMÖ-Team.

Bericht aus Namibia

Nach der Podiumsdiskussion berichtete Gnypek auch über die Folgen deutscher Missionsgeschichte und südafrikanischer Apartheidspolitik. Bei einer VEM-Kontaktreise nach Namibia hatte er im Sommer Gelegenheit, die kirchliche Arbeit in Diakonie, Bildungswesen und Fundrasing dort kennen zu lernen.

Sein Bilderbericht über die Namibiareise gab den Geburtstagsgästen Gelegenheit, frühere ökumenische Wegbegleiter zumindest wieder zu sehen: etwa  Lorenst Kuzatjike, der einige Jahre lang Pfarrer in Wetzlar war, oder auch Dr. Zephania Kameeta, der früher Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia war und nun Sozialminister seines Landes ist.

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ekir.de / ala / 19.11.2015



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