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Foto: Daniel Schmitt Volker A. Lehnert und Präses Manfred Rekowski mit Vikarinnen und Vikaren bei der Segenshandlung im Einführungsgottesdienst.

Einführungsgottesdienst

„Gesandte des menschenfreundlichen Gottes“

Es ist eine Premiere: Am symbolträchtigen Ort, der Gemarker Kirche in Wuppertal, in der einst die Barmer Theologische Erklärung verfasst wurde, hat die Evangelische Kirche im Rheinland jetzt zwölf Vikarinnen und Vikare in einem gemeinsamen Gottesdienst in diese zweite Ausbildungsphase entsandt.

Der Wunsch kam aus dem Kreis der Vikarinnen und Vikare: Es wäre doch schön, wenn es einen gemeinsamen Beginn des Vikariats gebe. Dieser gemeinsame Gottesdienst unterstreiche den Charakter der Ausbildung für die Gesamtkirche, sagt der Leitende Dezernent für Personalentwicklung, Dr. Volker A. Lehnert. Das gesamtkirchliche Bewusstsein nehme in der jungen Generation zu, weiß der Theologe. Bisher begannen die Vikarinnen und Vikare ihren Dienst jeweils in der Gemeinde, in die sie für das Vikariat kamen; in einer nichtbischöflich, nichtkonsistorial geprägten unierten rheinischen Kirche also durchaus sinnfällig: Die Gemeinde ist die vorderste Ebene.

Manche brachten nur ein, zwei Menschen aus Freundeskreis, Familie und Gemeinde mit, andere sogar ein Dutzend. Und auch wenn die Ordination erst später folgt, die rund achtzig Beteiligten feierten einen Einführungsgottesdienst, in dem Präses Manfred Rekowski die Vikarinnen und Vikare in den Vorbereitungsdienst einführte. Mit Vorhalt, Ansprache, Segenswort und Gratulation. In seiner Predigt erläuterte der Präses den Wert der Barmer Theologischen Erklärung.

Präses Rekowski: "Es gibt keine gottlosen Reservate"

„Das ist in unserer Kirche eine ,Uraufführung‘, aber ich finde vor allem, es ist ein sehr angemessene Weise, das Vikariat zu beginnen“, sagte Präses Rekowski. „Dass wir dies in der Gemarker Kirche tun, wo 1934 die Barmer Theologische Erklärung verabschiedet wurde, freut mich sehr.“ Die Erklärung sei eines der wichtigsten Dokumente für die rheinische Kirche.

In seiner Auslegung der Barmer Theologischen Erklärung sagte er unter anderem: „Es gibt für Christinnen und Christen keine Reservate, in denen das Gesetz des Dschungels oder das des Stärkeren gelten soll. Es gibt keine gottlosen Reservate.“ Das gelte für die Politik, Wirtschaft, Kinder- oder Schlafzimmer oder das Portemonnaie. Gottes heilsame und lebensfördernde Weisungen hätten Geltung für alle Lebensbereiche.

„Die Barmer Theologische Erklärung erinnert uns ebenso wie die Bibel daran, dass wir alle aus Quellen schöpfen, die wir nicht selbst gefüllt haben“, gab Rekowski den Vikarinnen und Vikaren mit auf den Weg. Insofern sei klar, dass sie keine "mission impossible" antreten oder sie die Kirche retten müssen. „Aber sie sind Gesandte des menschenfreundlichen Gottes“, betonte der Präses.

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ekir.de / neu, rtm / Foto: Daniel Schmitt / 02.05.2016



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