Gottesdienst zum 50. Geburtstag der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland. Gottesdienst zum 50. Geburtstag der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland.

50 Jahre griechisch-orthodoxe Metropolie

Neue Aufgaben durch griechische Wirtschaftsmigranten

Die 60 griechisch-orthodoxen Gemeinden in Deutschland müssen sich derzeit großen Herausforderungen stellen. Das wird dieser Tage deutlich, Tage, in die das Jubiläum 50 Jahre griechisch-orthodoxe Metropolie in Deutschland fällt.

„Die Gesamtzahl der Gläubigen lag an unseren bundesweit rund 200 Gottesdienststätten lange Zeit bei 400.000. Die Wirtschafts- und Finanzkrise in Griechenland hat aber dazu geführt, dass seit drei Jahren neue Einwanderer aus Griechenland zuströmen, und zwar jährlich mehr als 20.000“, erklärte Metropolit Augoustinos bei der 50-Jahr-Feier der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Bonn. Dazu kämen gerade in den letzten Jahren neue Gläubige aus anderen Nationen.

„Die Metropolie war und ist das Rückgrat der griechischen Emigration in Deutschland. Ohne unsere Kirchengemeinden wäre die Integration unserer Menschen in die hiesige Gesellschaft, die als sehr gelungen erachtet werden kann, nicht denkbar“, sagte das 75-jährige Oberhaupt nicht nur der Griechisch-Orthodoxen, sondern auch der gesamten Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland.

Ökumenische Frucht wächst längst

Neben schwesterkirchlicher Prominenz wie Aachens katholischem Bischof Heinrich Mussinghoff, Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, und dem altkatholischen Bischof Matthias Ring hatte auch der ehemalige Ratvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Manfred Kock dem Metropoliten die Ehre gegeben.

Er sei mit dem orthodoxen Kollegen seit Jahrzehnten in ökumenischer Arbeit verbunden, sagte Kock gegenüber ekir.de „Seit vielen Jahren wächst die ökumenische Frucht.“. Die Griechisch-Orthodoxe Kirche leiste in Deutschland Beachtliches für die Integration von Neuankömmlingen, betont Altpräses Kock. „Integration muss aber auch von beiden Seiten gewollt werden, von den Deutschen hier und denen, die kommen“, so Kock.

Jede Woche kommen neue Familien an

Wie die aktuelle Lage für gerade in Industriegebieten liegenden orthodoxen Gemeinden aussieht, erläutert der Brühler Erzpriester Constantin Miron: „Jede Woche habe ich derzeit bestimmt zwei Familien aus Griechenland auf der Matte stehen, die hier Arbeit suchen.“ Buchstäblich Gestrandete seien dabei, die sich in der wirtschaftlich schweren Lage eigentlich nur noch die Fahrkarten zusammengeliehen hätten und hier neu anfangen wollten.

Andere kämen besser vorbereitet. Auch viele Bulgaren und Rumänen seien dabei. Für alle seien inzwischen besondere Integrations- und Sprachkurse in der Volkshochschule eingerichtet. „Die damit verbundenen sozialen Aufgaben sind momentan eine große Herausforderung für uns“, so Miron. Denn auf jeden Fall suchten die Griechen auch einen heimatlichen Hafen in der Fremde: eben in den orthodoxen Gemeinden.

Glückwunsch der rheinischen Ökumene-Chefin

Die rheinische Ökumene-Chefin, Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, gratuliert der Metropolie mit diesen Worten: "Wir freuen uns mit Ihnen, nicht nur über das Jubiläum, sondern auch über den Werdegang der griechisch-orthodoxen Kirche in dem vergangenen halben Jahrhundert." Von den ersten kleinen Anfängen an, in der Metropolie und Gemeinden auf viel Unterstützung angewiesen waren, bis zur Metropolie von heute, die ein wichtiger und selbstverständlicher Teil der deutschen Ökumene geworden ist, sei "ein langer und sehr erfogreicher Weg" zurückgelegt.

Rudolph weiter: "Die wunderschöne Kirche in Beuel erinnert daran, dass die Orthodoxie ein Zuhause in Deutschland gefunden hat." Insbesondere für den guten Austausch als direkte Nachbarn sei die rheinische Kirche dankbar und wünsche eine gemeinsame, gesegnete Zukunft.  

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 12. Juni 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 12. Juni 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / Ebba Hagenberg-Miliu / 12.06.2013



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