Religionsunterricht

Was die Kirche für ihre Religionslehrer tut

Im Fach Religion ist - anders als bei allen anderen Unterrichtsfächern -nicht der Staat, sondern die Kirche zuständig, wenn es um Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer geht.

Angesiedelt ist diese Aufgabe auf Kirchenkreisebene bei den Schulreferaten. Beate Haude ist in Wuppertal für rund 500 Religionslehrerinnen und -lehrer zuständig. In jedem Schulhalbjahr gibt es ein neues vielfältiges Fortbildungsprogramm. „Wir wollen Religionslehrerinnen und Religionslehrer mit neuen theologischen Einsichten und aktuellen Diskussionen vertraut machen, die im Schulalltag womöglich untergehen“, so Beate Haude.

In Mediotheken und Bibliotheken der Schulreferate können Religionslehrer Materialien und Unterrichtsentwürfe sichten und ausleihen. Darüber hinaus bietet eine Mediothek einen wichtigen Raum für Begegnung, Ideenaustausch und kollegiale Beratung. Die geht häufig über das rein Fachliche hinaus: „Lehrerinnen und Lehrer haben die Möglichkeit, auch zu erzählen, was vielleicht im Unterricht nicht immer so rund läuft“, so Beate Haude. Gerade bei Lehramtsanwärtern, die oft unter Druck stehen, ist neben dem sachlichen Rat im Blick auf Unterrichtswürfe nicht selten Rückhalt und Trost nötig“, erlebt die Schulreferentin immer wieder.

Orientierung am Können

„Wir arbeiten in den Schulreferaten nicht defizitorientiert, sondern orientiert an den persönlichen Fähigkeiten“, beschreibt sie eine Leitlinie „evangelischer“ Fortbildung und Begleitung. „Wie sind die Leute gestrickt? Wie können wir ihnen helfen, ihrer Persönlichkeit entsprechend zu unterrichten?“, skizziert sie den Unterschied zu gängigen Qualitätsanalysen.

Natürlich sind auch „lang gediente“ Religionslehrerinnen und Relegionslehrer im Blick. „Auch erfahrene Lehrerinnen brauchen manchmal einen neuen Impuls“, weiß Beate Haude. Und so gibt es immer wieder Fortbildungsangebote, in denen neue (religions)pädagogische Ansätze und Methoden vorgestellt und erprobt werden. Dabei kommen auch Themen zur Geltung, die die Religionslehrerinnen und -lehrer selbst einbringen. „Wir versuchen anhand der neuesten religionspädagogischen Literatur aufzugreifen, was dran ist und suchen nach Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht.“

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 8. August 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 8. August 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / kv / 08.08.2011



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