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Dr. Johann Weusmann mit Karen Georgia Thompson (United Church of Christ, USA) und Michael Blair (United Church of Canada, r.) in Havanna. Dr. Johann Weusmann mit Karen Georgia Thompson (United Church of Christ, USA) und Michael Blair (United Church of Canada, r.) in Havanna.

Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen

Vorbereitung auf Jubiläum und Generalversammlung

Der Exekutivausschuss der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) ist in dieser Woche zu Gast bei der Reformierten Presbyterianischen Kirche von Kuba. „Die kleine reformierte Diasporakirche steht vor enormen Herausforderungen“, berichtet Dr. Johann Weusmann, Generalschatzmeister der WGRK und rheinischer Vizepräsident. 

„Sie ist in den vergangenen Jahrzehnten auf 12.000 Gemeindeglieder zusammen geschmolzen. Viele Gemeindeglieder haben das Land in Folge der Revolution und des von den USA verhängten Handelsembargos angesichts der zunehmend schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lage verlassen.“ Inzwischen gebe es eine Aufbruchstimmung, die durch die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den USA begünstigt wird.

Sie führe auch zu einer Neuordnung der Beziehungen zwischen Kirche und Staat. Weusmann: „Der Exekutivausschuss möchte diese Entwicklung in geschwisterlicher Solidarität unterstützen. Dass der stellvertretende Staatspräsident sich mit einem Grußwort auf dieser kirchlichen Tagung zu Wort melden wird, ist ein sichtbares Zeichen der Normalisierung der Beziehungen.“

Den Schwerpunkt der Beratungen des Exekutivausschusses bildet die Vorbereitung der WGRK-Generalversammlung, die im Rahmen des Reformationsjubiläums im kommenden Jahr in Leipzig tagen wird. Sie steht unter dem Motto „Lebendiger Gott, erneuere und verändere uns“. Es ist vorgesehen, dass die Generalversammlung mit ihren rund tausend Teilnehmenden am 5. Juli 2017 nach Wittenberg reist, um dort der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre beizutreten. Dieses Dokument wurde ursprünglich zwischen dem Lutherischen Weltbund (LWB) und der römisch-katholischen Kirche vereinbart.

Den Willen zur Einheit vorantreiben

In Zusammenhang mit ihrem Beitritt wird die WGRK betonen, dass nach reformiertem Verständnis eine unauflösbare Beziehung zwischen Rechtfertigung und Gerechtigkeit besteht. Es wird auch an einer „Wittenberger Erklärung“ (Arbeitstitel) gearbeitet, in der die WGRK und der LWB unterstreichen, dass es zwischen beiden Bünden keine theologischen Differenzen mehr gibt. Der Wille zur Einheit soll vorangetrieben werden, ohne dass sich dies zu Lasten der Beziehung zu anderen ökumenischen Partnern auswirkt.

An der Tagung des Exekutivausschusses nehmen rund fünfzig Delegierte, Gäste und Mitarbeitende aus aller Welt teil. Neben dem rheinischen Vizepräsidenten Johann Weusmann gehört D. Peter Bukowski als zweiter deutscher Delegierter dem Gremium an. Er vertritt den Reformierten Bund, dem er langjährig vorstand. Außerdem ist Susanne Erlecke für die EKD anwesend.

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ekir.de / vis / 11.05.2016



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