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Nach zwölf Jahren im Amt ist Superintendent Helmut Hitzbleck nun im Ruhestand. Nach zwölf Jahren im Amt ist Superintendent Helmut Hitzbleck nun im Ruhestand.

Verabschiedung

Abschied "vergnügt, erlöst, befreit"

Einen Superintendenten, der sich nicht scheute, Unangenehmes anzugehen und der ein besonderer Prediger war - so würdigten Wegbegleiter Helmut Hitzbleck bei seinem Abschied. In einem feierlichen Gottesdienst wurde der Superintendent des Kirchenkreises An der Ruhr durch Präses Manfred Rekowski entpflichtet.

Mit einer Predigt über das Weinberggleichnis verabschiedete sich Superintendent Hitzbleck aus seinem Amt. Sich um die kümmern, die sich als Letzte in der Gesellschaft fühlen, und zwar nicht nur um der Gesellschaft willen, sondern um der Menschen willen, dazu rief Superintendent Hitzbleck im Gottesdienst anlässlich seiner Entpflichtung in der Petrikirche auf. „Ich wünsche meiner Kirche, dass sie diese Aufgabe nicht aus den Augen verliert, dass wir darauf sehen, was Christus über das Himmelreich sagt, und dass wir die Achtung voreinander bewahren, um aus den Allerletzten und den Allerersten eine Gesellschaft und ein Volk zu machen.“

Auch persönliche Erinnerungen teilte der scheidende Superintendent mit der Gottesdienstgemeinde in seiner „Heimatkirche“. Zum ersten Mal bewusst betreten hatte er sie beim Schulgottesdienst 1963, wie er zu seiner Verabschiedung berichtete. Und schon da war der Zehnjährige beeindruckt vom großen Gotteshaus auf dem Kirchenhügel – ohne zu ahnen, dass er rund zwanzig Jahre später Pfarrer der Altstadtgemeinde werden würde – eine Zeit, auf die er gerne zurückblickt. „Sie haben es mir alle sehr leicht gemacht“, mit einem besonderen Dank wandte sich Hitzbleck an seine damaligen Kollegen in der Gemeinde und an seinen Vikariatsmentor und Vorgänger im Leitungsamt Frank Kastrup.

Grenzen überwinden und Dinge gemeinsam tun

Als einen Superintendenten „mit besonderem Gestaltungswillen, mit Konsequenz und analytischer Klarheit“, würdige Präses Manfred Rekowski Superintendent Hitzbleck bei der Entpflichtung. „Grenzen zu überwinden und Dinge gemeinsam zu tun, war dir immer ein Anliegen.“

Bei der anschließenden Feier im Haus der Evangelischen Kirche hörte Superintendent Hitzbleck Dankesworte vieler Wegbegleiter und Repräsentanten des öffentlichen und kirchlichen Lebens. Rund 300 Gäste waren zur feierlichen Verabschiedung gekommen.

Oberbürgermeister Ulrich Scholten zollte dem scheidenden Amtsträger seine Anerkennung als „verlässlichen und unaufgeregten Gesprächspartner“, mit dem er viele gemeinsame Themen wie soziale Spaltung oder anstehende Umstrukturierungen habe besprechen können. Gemeinsame Sache von Stadt und Kirche sei es, „Menschen Chancen zu eröffnen, sich für Jugend- und Seniorenarbeit, Bildung und Beratung“ einzusetzen. Ebenso dankte der Oberbürgermeister für die kirchliche Unterstützung ehrenamtlichen Engagements. „Da ist ein großes Netz über die gesamte Stadt gespannt und es gibt eine starke Bereitschaft der Mülheimer, sich zu engagieren, wie zum Beispiel in der Flüchtlingsarbeit.“

"Sagen, was man tut und tun, was man sagt"

Stadtdechant Michael Janßen erinnerte sich an die Anfänge der Zusammenarbeit mit gemeinsamen ökumenischen Schulgottesdiensten. Applaus bekam er für seinen leidenschaftlichen Appell für mehr  Ökumene. „Hier, wo die Kirchen direkt nebeneinander stehen und die Altäre kaum 140 Meter voneinander entfernt sind, wird uns dieser Appell nahezu täglich zugerufen.“

„Sagen, was man tut und tun, was man sagt. So hat es Johannes Rau formuliert und so hast du es getan“, sagte Pfarrer Justus Cohen. Der Presbyteriumsvorsitzende der Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde, der Helmut Hitzbleck als Pfarrer angehörte, lobte einen Kümmerer, der viele Menschen in der Gemeinde aufsuchte und einen außergewöhnlichen Prediger, der es versteht, von der Kanzel Zeitansagen zu machen.

„Vergnügt, erlöst und befreit“, nahm der Gelobte in Anspielung auf das rheinische Reformationsmotto diese Dankesworte und weitere von Kirchenrätin Barbara Füten (Ev. Kirche im Rheinland), Superintendent Friedhelm Waldhausen (Kirchenkreis Dinslaken) und Peter Janssen (KSV) entgegen.

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ekir.de / ala / Foto: PR-Fotografie Köhrig / 03.04.2017



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