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Einfahrt des Konzentrationslager Auschwitz/Polen nach der Befreiung im Jahr 1945. Einfahrt des Konzentrationslager Auschwitz/Polen nach der Befreiung im Jahr 1945.

Gedenken

Erinnerung an Opfer des Holocaust

Gedenkstätten, Museen und Kirchen richten wieder den Blick auf den 27. Januar. Sie erinnern zum Holocaust-Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus und an die Befreiung der Menschen im Konzentrationslager Auschwitz vor 73 Jahren.

Die Katholische Hochschulgemeinde Köln lädt am Donnerstag, 25. Januar 2018, unter dem Titel „Vergangenes wird nicht vergessen“ um 19 Uhr zu einem Gottesdienst und einer Gedenkveranstaltung in ihre Kirche, Berrenrather Str. 127, ein. Mit dabei ist die deutsch-britische Cellistin Anita Lasker-Wallfisch, die die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt hat und die Mitglied im Mädchenorchester in Auschwitz war. Sie spricht zum Thema „Ihr sollt die Wahrheit erben“.

Im Kölner NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25,  startet am Freitag, 26. Januar 2018, die Ausstellung „Erinnern - eine Brücke in die Zukunft“. Bis 4. Februar werden Installationen, Foto- und Textdokumentationen von Schülerinnen und Schülern gezeigt.

In der Citykirche in Wuppertal-Elberfeld, Laurentiusstr. 7, spricht am Freitag um 19 Uhr der Zeitzeuge Max van den Berg aus Amsterdam.

Vortrag zur Wannseekonferenz und "Orte der Erinnerung"

In einer Veranstaltung der Volkshochschule Viersen am Samstag, 27. Januar 2018, 20 Uhr, im Kulturforum Franziskanerkloster, Burgstr. 19, in Kempen, spricht der Duisburger Historiker und Literaturwissenschaftler Dr. Ludger Joseph Heid über die Wannseekonferenz 1942 und den Weg zur „Endlösung“. Als „Endlösung der Judenfrage“ bezeichneten die Nationalsozialisten ihr Ziel, alle von ihnen als Juden definierten Menschen zu ermorden.

In der Theaterpassage Essen, Rathenaustr. 2, startet am Samstag, 27. Januar, 17 Uhr im „klasse:Raum“ mit einer Vernissage die Ausstellung „Orte der Erinnerung: Auschwitz – Babyn Jar““. Sie zeigt Aufnahmen des Fotografen Olaf Eybe von Orten, an denen die Nationalsozialisten Juden und andere Minderheiten ermordeten. Die Schau ist bis zum 11. Februar zu sehen.

In Saarbrücken bietet die Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft am Samstag, 27. Januar, von 0 bis 24 Uhr einen Gedenktag mit Klangstele in der Johanneskirche, Cecilienstr. 2, an.

„Ess is gewen a sumertog: Das Wilnaer Ghetto im Spiegel seiner Lieder“ heißt am Samstag, 27. Januar 2018, 19 Uhr, ein Konzert zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in der Evangelische Stadtkirche Ohligs, Wittenbergstr. 4, in Solingen. In einer Text-Musik-Collage verknüpft die Wuppertaler Musikerin Roswitha Dasch Zeitzeugenberichte und jiddische Lieder aus dem Ghetto von Wilna (Vilnuis).  

Mahnung  und Erkenntnis für Gegenwart und Zukunft

Unter dem Titel „Wider das Vergessen“ findet am Samstag 27. Januar, 17 Uhr, in der Gemarker Kirche, Zwinglistr. 5, in Wuppertal ein Gedenkgottesdienst statt. Gedenken, erinnern, in der Hast des Alltags innehalten und die Gedanken auf Vergangenes richten, um von dort Mahnung und Erkenntnis für die Gegenwart und die Zukunft zu finden, dazu will der Gottesdienst am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, beitragen. Gestalten werden diesen Gottesdienst Pfarrer Martin Engels, Moderator des Reformierten Bundes, und Dr. Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge. Musikalisch begleitet Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk den Gottesdienst. Teilnehmen werden auch  leitende Geistliche der evangelischen Landeskirchen Deutschlands, die am Wochenende zu einer Sitzung des Rates der Evangelischen Kirche In Deuschland (EKD) und zu einer Begegnungstagung des Rates in Wuppertal zusammenkommen.

In der Kölner Antoniter-City-Kirche, Schildergasse 57, findet am Sonntag, 28. Januar 2018, um 14 Uhr eine Gedenkstunde statt. Daran schließt sich ein Mahngang zum Bahnhofsvorplatz an, wo ein Mahnmal an Deportationen durch die Reichsbahn erinnert.

In zahlreichen deutschen Städten stehen weitere Gedenkveranstaltungen an die Holocaust-Opfer auf dem Programm. Der 27. Januar ist seit 1996 der nationaler und seit 2005 der internationale Holocaust-Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Ermordungen in Europa und für die Widerstandskämpfer. 
 

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ekir.de / epd/red, Foto: Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0 / 24.01.2018



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