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Gedenken in Auschwitz. Gedenken in Auschwitz.

Holocaust-Gedenktag

In die Verantwortung gerufen

In Israel und in jüdischen Gemeinden weltweit wird heute am Jom Ha-Shoa (Holocaust-Gedenktag) der Opfer der Shoa gedacht. Als Gedenktag wurde der 27. Nisan des jüdischen Kalenders festgelegt, der in zeitlicher Nähe zum Datum des Aufstands im Warschauer Ghetto (19. April 1943) und kurz nach den Pessach-Tagen liegt.

Auch die Freiwilligen in Nes Ammim im Norden Israels werden heute Abend an der Abschlussveranstaltung im Kibbutz Lochamei Ha-Getaoth teilnehmen. In dieser weltweit ältesten Holocaustgedenkstätte wird seit 1949 an die Shoa und an den Widerstand gedacht. 150 Überlebende hatten den Kibbutz und die Gedenkstätte einst gegründet. Heute werden im „Centre for Humanistic Education“ gerade auch gegenwärtige gesellschaftliche Herausforderungen wie steigende Fremdenfeindlichkeit und Angriffe auf Demokratie und Toleranz in den Mittelpunkt der Arbeit gestellt.

Kirchenrat Dr. Volker Haarmann spricht über Dietrich Bonhoeffer. Kirchenrat Dr. Volker Haarmann spricht über Dietrich Bonhoeffer.

Kirchenrat Dr. Volker Haarmann  hatte am Wochenende vor Ostern an einer internationalen Tagung im „Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim“ (Polen) teilgenommen. Anliegen des Zentrums ist es, in der Nähe des Stammlagers Auschwitz einen Ort zu schaffen, der zu Besinnung und Begegnung einlädt. Volker Haarmann hatte bei der Konferenz zum Thema „Ökumene der Märtyrer“ über Dietrich Bonhoeffer gesprochen, der am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet worden war.

Heute Nachmittag, am Holocaust-Gedenktag, beteiligen sich Oberkirchenrätin Barbara Rudolph und Volker Haarmann an der öffentlichen Namenslesung, mit der die jüdische Gemeinde Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Düsseldorfer Gymnasien und der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf an während der Nazizeit aus Düsseldorf deportierte und ermordete Opfer der Shoa gedenkt. „Gerade unser Wissen um die christliche Mitverantwortung und Schuld am Holocaust ruft uns als Kirche immer wieder in die Verantwortung“, sagt Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Leiterin der Abteilung „Theologie und Ökumene“.

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ekir.de / haa, Fotos privat / 24.04.2017



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