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Brigitta Horster "Gerade in der ersten Zeit muss man viel Geduld mitbringen - Geduld auch mit sich selbst", sagt Presbyterin Birgitta Horster.

Presbyterin Birgitta Horster

Christsein heißt: "Gemeinsam leben und gemeinsam aktiv sein"

Ein gemeinsames Ziel zu haben und gemeinsam Verantwortung zu tragen: Das gefällt Birgitta Horster ganz besonders an der Mitarbeit im Presbyterium. Seit 2004 ist die 54-jährige Kommunalbeamtin Presbyterin in der Zions-Kirchengemeinde in Düsseldorf-Derendorf. 

Alle vier Jahre werden die Presbyterien neu gewählt. Das nächste Mal am 14. Februar 2016. In Vorbereitung darauf ist momentan die Phase der Kandidatensuche. Wer ist geeignet und wie sieht die  Mitarbeit im Presbyterium aus? Ein ekir.de-Gespräch mit Presbyterin Birgitta Horster.

Wie kam es, dass Sie sich als Presbyterin engagieren?

Ich war vorher schon in verschiedenen Bereichen der Gemeinde aktiv – im Bastelkreis, im Chor, im Besuchsdienst... Dann wurde ich gefragt, ob ich im Presbyterium mitarbeiten würde.

Was hat Sie dazu bewegt zu sagen: „Ja, da mache ich mit“?

Ich halte es für ganz wichtig, sich in die Kirchengemeinde einzubringen. Für mich bedeuten Glauben und Christsein, gemeinsam zu leben und gemeinsam aktiv zu sein. Dazu gehört auch, an der einen oder anderen Stelle mal ein Stück Verantwortung zu übernehmen beziehungsweise dies auszuprobieren. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen. Ich bin nicht bange vor Gremienarbeit.

Gerade im Moment muss man auch mal unangenehme Entscheidungen mittragen…

Ja, aber nie alleine, sondern immer in der Gruppe und in der gemeinsamen Verantwortung. Das ist mir sehr, sehr wichtig: dass das Presbyterium ein Gremium ist, das aus verschiedenen Menschen mit verschiedenen Eigenschaften und Fähigkeiten und Kompetenzen zusammengesetzt ist, die gemeinsam Verantwortung tragen.

Gibt es besondere Fähigkeiten, die man als Presbyter mitbringen sollte?

Zuhören können. Sich in Dinge eindenken, die einem vorher fremd waren. Ich finde auch, man muss gerade in der ersten Zeit viel Geduld mitbringen – Geduld auch mit sich selber.

Das heißt, man muss nicht alles gleich können, sondern man kann sich auch einarbeiten?

Ja, dafür ist die Zeit da. Doch es gibt eben auch die Möglichkeit, an der ein oder anderen Stelle auf das Expertenwissen anderer zu vertrauen und Entscheidungen mitzutragen.

Wie viel zeitlichen Aufwand muss man für dieses Ehrenamt einplanen?

Die Sitzungen, die Arbeit in Ausschüssen, sich engagieren bei Aktivitäten der Gemeinde, Begleitung/Kollektieren im Gottesdienst... Ich habe die Stunden nicht gezählt.

Was ist für Sie das Schöne and der Presbyteriumsarbeit?

Die Gemeinsamkeit im Hinblick auf ein Ziel und darauf, zusammen Verantwortung zu tragen. Ich finde auch die Sitzungsatmosphäre in der Regel sehr schön. Ich empfinde sie meistens als sehr harmonisch und bei Diskussionen oder bei unterschiedlichen Meinungen immer als sehr viel angenehmer als im beruflichen Umfeld.

Wem würden Sie empfehlen, sich auch wie Sie im Presbyterium zu engagieren?

Allen, die Gemeindeleben mitgestalten wollen – auch an Stellen, an denen es mal ein bisschen schwierig wird. Menschen, die gerne miteinander sprechen und das auch im Hinblick darauf tun, Entscheidungen zu treffen. Das ist das, was ich als Herausforderung daran ansehe und was gleichzeitig auch Chance ist: Hier kann ich meinen Bedarf an Diskussionen und Gesprächen und an Austausch über Glaubensinhalte anbringen und bekomme eine Rückmeldung dazu.

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ekir.de / Alexandra Stoffel / 18.09.2015



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