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Fliedner-Kulturstiftung

Huber: Wirtschaftlichkeit in der Diakonie "nichts Böses"

Wirtschaftlichkeit in kirchlichen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist nach Einschätzung des ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Wolfgang Huber "nichts Böses". Allerdings müsse Wirtschaftlichkeit in diakonischen Einrichtungen vereinbar mit christlichen Werten sein, so Huber in der Fliedner-Kulturstiftung in Düsseldorf.

Dazu gehöre, dass die diakonischen Unternehmen die seelsorglichen Belange von Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigten achten müssen. Gesundheit sei "ein öffentliches Gut", das nicht von der finanziellen Kraft abhängig gemacht werden dürfe.

Der Vorstandsvorsitzende des evangelischen Krankenhauskonzerns Agaplesion in Frankfurt, Markus Horneber, betonte den Auftrag seiner Unternehmensgruppe, "den ganzen Menschen zu sehen". Patienten müssten in diakonischen Einrichtungen "von Anfang bis zum Ende geachtet und in ihrer Verletzlichkeit betrachtet und behandelt" werden. In diesem Sinne gebe es gute Gründe für den Erhalt diakonischer Unternehmen.

Bei den Einrichtungen seines Konzerns gehe es unter anderem um Nächstenliebe und Wertschätzung, sagte der Unternehmer. "Bei uns stehen immer die Menschen im Vordergrund mit ihrem gesamten sozialen Umfeld." Patienten würden nicht als Fall betrachtet, sondern "als Mensch mit seinem gesamten Beziehungsgeflecht", betonte Horneber.

Von den Mitarbeitenden in kirchlichen Krankenhäusern forderte er "Begeisterung und hohe Motivation". Schließlich gehe es darum, "Menschen dabei zu helfen, gesund zu werden oder auch zu sterben", sagte Horneber bei der Diskussionsveranstaltung.

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epd / 21.09.2016



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