Internationaler Kirchenkonvent

Wachsender Kreis, wachsende Anerkennung

Der "Internationale Kirchenkonvent" wird zunehmend als Plattform für protestantische Gemeinden aus aller Welt anerkannt. Das sagt Landespfarrer Markus Schaefer aus der Ökumene-Abteilung. 

Sie sind richtig viele: die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden anderer Sprache und Herkunft im Rheinland und in Westfalen. (Ausschnitt) LupeSie sind richtig viele: die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden anderer Sprache und Herkunft im Rheinland und in Westfalen. (Ausschnitt)

Mit 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 50 Gemeinden war die Vollversammlung des Internationalen Kirchenkonvents (IKK) die bislang bestbesuchte. Die Versammlung war auch die erste unter diesem neuen Namen - früher wurde sie unter dem behördlich klingenden Namen Listentreffen organisiert. Gemeint sind die Gemeinden anderer Sprache und Herkunft im Rheinland und in Westfalen, afrikanische, asiatische, europäische Gemeinden. Beim Treffen jetzt in Bochum lautete das Thema „Ökumene –Was ist das? Was bedeutet sie für uns?“, dazu gab es Referate, Bibelarbeiten, Workshops zum Weltkirchenrat und zu Praxisbeispielen sowie eine kreative Arbeitsgruppe. Das Thema war bewusst mit Blick auf die im Herbst in Busan (Südkorea) stattfindende Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) gewählt.

Darüber hinaus standen Themen des IKK Rheinland Westfalen auf dem Programm, etwa die Gründung regionaler Konvente, der im September neu startende Kurs „Kirche im Interkulturellen Kontext“, die theologische Fortbildung von Mitarbeitenden der sogenannten second generation und die Vorstellung der drei im vergangenen Jahr neu in den Internationalen Kirchenkonvent aufgenommenen Gemeinden. By the way: Eine Liste gibt Auskunft über die verbindlich beteiligten Gemeinden, die Liste ist geblieben, nur der unschöne Name Listentreffen aufgegeben.

In vielen Sprachen

Den Abschluss der Vollversammlung bildete ein Abendmahlsgottesdienst mit Lesungen, Liedern und Fürbitten in vielen Sprachen. Gastgeber waren die Evangelische Melanchthonkirchengemeinde in der Bochumer Innenstadt und die Evangelische Koreanische Gemeinde, die schon seit Jahrzehnten eine intensive und vorbildliche Partnerschaft pflegen.

Einig waren sich die Teilnehmenden darüber, dass Ökumene kein Thema ist, das man an einem Tag erschöpfend behandeln kann, so der für die Gemeinden anderer Sprache und Herkunft zuständige Landespfarrer Markus Schaefer. Ökumene könne man gar nicht „machen“. Einheit in versöhnter Verschiedenheit "kann nur entdeckt und in kleinen Bezügen gelebt werden kann", zum Beispiel durch Kanzeltausch der Pastoren, durch regelmäßige Treffen und wechselseitige Hilfe in den Regionen.

Regionale Konvente entstehen

So wurde für Bochum, Münster und Düsseldorf die Gründung regionaler Konvente der Gemeinden anderer Sprachen und Herkunft vereinbart, die zukünftig die Gemeinden auch gegenüber den Kirchenkreisen repräsentieren sollen. Praktisch kann die Einheit in der Verschiedenheit auch beim gemeinsamen Bibellesen erlebt werden. Dazu will der Internationale Kirchenkonvent noch in diesem Jahr eine Praxishilfe zum interkulturellen Bible sharing herausbringen.

Die gestiegene Anerkennung als Plattform rührt aus der steigenden Teilnehmerzahl, resümiert Landespfarrer Schaefer. „Dabei sollen die Gemeinden verschiedener Prägung und Kultur nicht vereinnahmt werden, sondern auch die deutschen evangelischen Gemeinden bereichern und stärken.“ Der IKK Rheinland Westfalen koordiniert die Zusammenarbeit von 140 der 550 Gemeinden anderer Sprache und Herkunft untereinander und mit der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche von Westfalen nach verbindlichen Kriterien.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 15. April 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 16. April 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / schae, neu / 15.04.2013



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