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Die Band der französischsprachigen Gemeinde Dortmund beim Gottesdienst der IKK-Vollversammlung in der Dortmunder Marienkirche. Foto: Stephan Schütze Die Band der französischsprachigen Gemeinde Dortmund beim Gottesdienst der IKK-Vollversammlung in der Dortmunder Marienkirche. Foto: Stephan Schütze

IKK-Vollversammlung

"Ereignisse im Mittelmeer sind auch ein Ruf Gottes an uns"

Der Tod von Hunderten von Flüchtlingen im Mittelmeer verlieh dem Treffen der 137 Mitgliedsgemeinden des Internationalen Kirchenkonvents (Rheinland Westfalen) IKK eine bedrückende und unerwartete Aktualität. Das Thema: „Flucht und Asyl und die Gemeinden des IKK“.

Dabei war dieses Thema bereits vor einem Jahr festgelegt worden. Im Gottesdienst in der St. Marienkirche in Dortmund gedachten die 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 52 Gemeinden der Ertrunkenen. Die Pflicht, den Flüchtlingen eine neue Heimat zu bieten, stellte VEM-Austausch-Pastor Valens Karangwa ins Zentrum seiner Predigt über Matthäus 25. Anschließend hörten die Delegierten Berichten von Betroffenen, die in Interviews ihre Geschichte, ihre Probleme, aber auch ihre Hoffnungen und guten Erfahrungen mit der Aufnahme in Gemeinden erzählten. „Die Ereignisse im Mittelmeer sind auch ein Ruf Gottes an uns“, sagte Cecilia aus Ghana.

Nach dem Mittagessen standen in fünf Workshops biblische Hintergründe, juristische Fragen zu Flucht und Asyl und praktische Hilfen im Vordergrund: Zwei IKK-Gemeinden aus Wuppertal und Münster berichteten von ihrer Arbeit mit Flüchtlingen und ihren Projekten.

Ziel der Veranstaltung, so Landespfarrer Markus Schaefer, war eine doppelte Vernetzung: „Einerseits benötigen die Migrationsgemeinden finanzielle, logistische und professionelle Hilfe von Beratungsstellen, Kirchengemeinden und Fachleuten.“ Dazu erhielten alle Teilnehmenden Handreichungen und Adresslisten.

„Andererseits gilt es, die Gaben der Gemeinden anderer Sprache und Herkunft für die Arbeit mit Flüchtlingen zu nutzen“, so Schaefer, „Wer, wenn nicht sie, kennen die Sprache, Mentalität und Erfahrungen der Neuankömmlinge?“ Auf diese Weise würden Gemeinden anderer Sprache und Herkunft zu Akteuren einer Willkommenskultur. 

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ekir.de / vis / 27.04.2015



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