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Interkulturelle Woche am Sonntag von den evangelischen Kirchen in NRW eröffnet

Integration – ein Gebot der Bibel, ein Gebot der Vernunft

Pressemitteilung Nr. 88/2011

Achtung, Sperrfrist: Sonntag, 25. September 2011, 10 Uhr! Es gilt das gesprochene Wort.

Aktive Einwanderungspolitik und Integration ist nicht nur ein Gebot der Bibel, sondern auch ein Gebot der Vernunft. Das hat der Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, Albert Henz, am Sonntag (25. September) zum Auftakt der Interkulturellen Woche in Duisburg betont. Er begrüßte die Vorlage zum nordrhein-westfälischen Integrationsgesetz und die Diskussion darüber.

Das Gesetz zielt darauf, dass mehr Menschen mit ausländischen Wurzeln in den öffentlichen Dienst treten. Es soll ab 2012 gelten. Henz begegnete in seiner Predigt einschlägigen Vorurteilen über Flüchtlinge und Asylbewerber. So kämen von den vielen Hungerflüchtlingen aus Somalia „nur ein Bruchteil“ nach Deutschland, die meisten in Nachbarstaaten. Die Somalier seien „nicht in erster Linie Opfer ihrer eigenen politischen Verhältnisse, sondern die ersten Opfer der Klimakatastrophe, die die wenigen reichen Industrienationen, darunter federführend wir Deutschen, verursacht haben“. Deutschland habe derzeit mehr Auswanderungen als Einwanderungen. Die Bildungsmöglichkeiten von Ausländern würden kaum genutzt. Über 99 Prozent seien zu Integrationskursen bereit. „Hätten wir keine Zuwanderung, sähe die negative demografische Bilanz unseres Landes deutlich schlechter aus – gerade was Kinder und junge Menschen anlangt“, sagte der Vizepräsident.

Henz warb dafür, „die Offenheit Gottes für alle Menschen zu begreifen“. Das bedeute Bereitschaft zur Auseinandersetzung und zum Dialog. „Sind wir im Gespräch mit Muslimen, mit Türken, mit Menschen mit Migrationshintergrund?“, fragte er: „Oder lassen wir sie in ihren Ghettos und betreiben Stammtischpolitik?“

Der Theologe dankte allen, die sich für Flüchtlinge einsetzen, die abgeschoben werden sollen. Er würdigte das politische Engagement für eine akzeptable Bleiberechtsregelung anstelle von so genannten Kettenduldungen ebenso wie den Einsatz für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Unter dem Leitwort „Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“ findet die Interkulturelle Woche bundesweit vom 25. September bis 1. Oktober statt. Schwerpunkt ist in diesem Jahr das Thema Bildungsgerechtigkeit auch für Kinder aus Zuwanderungsfamilien. Die drei nordrhein-westfälischen Landeskirchen haben die Woche am Sonntag zentral in Duisburg eröffnet.

Hinweis an die Redaktionen: Der Predigttext hängt der Pressemitteilung an.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 23. September 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 23. September 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Duisburg / EKiR-Pressestelle / 23.09.2011



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