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Halte zu mir, guter Gott Halte zu mir, guter Gott, illustriert von Katja Gehrmann, edition chrismon, 2015

"Unterwegs in Gottes Welt"

Auf jeder Seite eine Entdeckung

Schule fängt an! Da ist Gott dabei. In NRW-Grundschulen werden die Einschulungen mit der Aktion „Unterwegs in Gottes Welt“ begleitet. Was es damit auf sich hat, erläutert Landeskirchenrat Eckhard Langner.

Gottesdienste zu Einschulungen haben eine lange Tradition. Was ist das Plus der Aktion „Unterwegs in Gottes Welt“?

Zunächst ist es erst einmal ungeheuer wertvoll, dass es diese gute Tradition der Schulanfangsgottesdienste gibt. In Kirchengemeinden, Schulen und Familien sind sie ein Highlight am allerersten Schultag im Leben eines jeden Kindes. Gottes Segen wird den Kindern zu Beginn dieses neuen Lebensabschnittes zugesprochen. Das Besondere der Aktion „Unterwegs in Gottes Welt“ ist es, diese Tradition der Einschulungsgottesdienste aufzugreifen und zugleich etwas über den Tag hinaus anzubieten. Also, etwas für die Nachhaltigkeit zu tun. Dafür stellen wir hervorragende Materialien und Medien zur Verfügung.

Haben Sie unter den verschiedenen Elementen einen Favoriten?

Ja! Das wunderschön gestaltete Bilderbuch „Halte zu mir, guter Gott“. Auf jeder Seite gibt es etwas zu entdecken. Das Buch greift Lebensalltag, Erwartungen, Hoffnungen und auch mögliche Befürchtungen der Kinder auf. Es begleitet die Mädchen und Jungen sowohl in der Schule als auch zu Hause. Das gleichnamige Lied – es ist der rote Faden des Bilderbuchs – kann gemeinsam gesungen werden. Das entspricht unserer Vorstellung von Nachhaltigkeit: Der Impuls des Einschulungsgottesdienstes kann auf unterschiedliche Weise aufgenommen und fortgeführt werden, im Religionsunterricht, im Elternhaus und auch im Kindergottesdienst.

Mehr als 14.000 „I-Dötzchen“ in NRW werden an ihrem ersten Schultag in dieser Woche „Unterwegs in Gottes Welt“ sein. Klingt nach einem gelungenen Start.

Wir freuen uns riesig, dass es bei Kirchengemeinden und Schulen eine solch enorme Resonanz gibt. Das belegt auch: Religion hat einen besonderen Stellenwert in der Schule. Religion ist wichtig. Religion gehört zur Bildung, von Anfang an. Ich bin der interdisziplinären Arbeitsgruppe u.a. aus Medienfachleuten und Religionspädagogen der drei NRW-Landeskirchen sowie dem Evangelischem Literaturportal sehr dankbar, die diese Aktion so engagiert und mit viel Herz aus der Taufe gehoben haben. Und wenn das Projekt auch zu einer Festigung oder auch Neubelebung der Nachbarschaft von Schule und Kirchengemeinde beiträgt, ist das nur zu begrüßen.

Die Aktion ist langfristig angelegt, in welche Richtung geht die weitere Entwicklung?

„Unterwegs in Gottes Welt“ ist Auftakt einer längerfristigen Aktion. Wir starten in diesem Jahr erst einmal in Nordrhein-Westfalen. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat ja den Blick auf vier Bundesländer, deshalb werden wir das Projekt zukünftig auch auf die anderen Bundesländer ausweiten. Außerdem wollen wir über den Schulanfang in der ersten Klasse hinaus die Übergänge zu den weiterführenden Schulen in den Blick nehmen. Auch wer beispielsweise ins Berufskolleg wechselt, braucht den Zuspruch von Gottes Segen als gute Begleitung. Das ist unsere weitere Vorstellung von Nachhaltigkeit, an verschiedenen Stationen der Biografie von Schülerinnen und Schülern mit geeigneten Medien, Materialien und Aktionen präsent zu sein. Evangelische Bildungsarbeit orientiert sich immer an der Lebensbegleitung.

Landeskirchenrat Eckhard Langner ist stellvertretender Leiter der Bildungsabteilung im Landeskirchenamt in Düsseldorf.

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ekir.de / neu / 12.08.2015



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