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Jahreslosung 2017 Aus dem alttestamentlichen Prophetenbuch Ezechiel/Hesekiel kommt die Jahreslosung 2017.

Jahreslosung 2017

Gottes Geist schafft Erneuerung

„Gott nimmt unsere Begabungen in Anspruch und wendet sie zum Guten", erklärt Manfred Rekowski in seiner Auslegung der Jahreslosung 2017. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland freut sich zudem auf das Reformationsjubiläum, das "vergnügt, erlöst, befreit" öffentlich, einladend und ökumenisch gefeiert wird.

Präses Manfred Rekowski Präses Manfred Rekowski

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“ Ein wenig diesen Zaubers kann man am Beginn eines jeden neuen Jahres spüren, wenn das neue Jahr noch frisch ist, die eigenen Pläne noch mutig sind und das Herz sich leicht anfühlt.

Im Jahr 2017 feiern wir das Reformationsjubiläum. Wir werden uns an den Grund unseres Glaubens erinnern. Dieser Glaube setzt uns in Bewegung - er verändert uns, die Kirche und die Welt.

Doch unsere Welt ist verrückt und ziemlich kompliziert. Der eben noch gespürte Zauber, dass im neuen Jahr alles anders werden kann, droht viel zu schnell zu verfliegen.

Denn wir können oft nicht leicht einschätzen, was richtig und falsch ist. Vieles bleibt in einer Grauzone. Oft scheint es nur die Wahl zwischen zwei schlechten Möglichkeiten zu geben. Das eigene Herz ist oft hin- und hergerissen. Die biblische Losung für das Jahr 2017 erinnert mich daran, dass Gott auch in den schwierigsten Zeiten durch seinen Geist Erneuerung schafft: „Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch.“, heißt es beim Propheten Ezechiel. Gott schafft Orientierung und neue Perspektiven. Mit Gottes Geist und einem Herz, das er lebendig macht, schafft er uns neue Blickwinkel. Zum Beispiel so: Nicht wer am meisten Wissen anhäuft oder die meisten Daten sammelt, nicht wer sich die größte Machtfülle aneignet oder das größte Waffenarsenal hat, wird in Zukunft bestehen, sondern wer sich der Begrenztheit des Lebens bewusst ist.

Das Bibelwort der Jahreslosung spricht also vom Kern unserer Person und unseren Glaubens, von dem Willen, der uns treibt, von den Zielen, die uns bestimmen. Gott nimmt unsere Begabungen in Anspruch und wendet sie zum Guten. So wird 2017 ein gutes Jahr. Ich bin dankbar für diese Kraft unseres Glaubens, die ich in unserer Kirche auch im vergangenen Jahr immer wieder erleben durfte: in der Seelsorge einer Justizvollzugsanstalt, in einer Kindertageseinrichtung oder in einem lebendigen und kreativen Gottesdienst. 2017 wird uns zusätzlich eine Fülle weiterer Aktionen und besondere Veranstaltungen bringen, auf die wir uns freuen können. Gottes Geist lässt uns aus mancher Ernüchterung heraustreten. Er wird uns bewegen und wir werden vergnügt, erlöst, befreit öffentlich, einladend und ökumenisch das Jahr des Reformationsjubiläums feiern.

Ich wünsche Ihnen und den Menschen, die zu Ihrem Leben gehören, ein gesegnetes neues Jahr!

Gott behüte Sie!

Ihr Manfred Rekowski
Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland

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ekir.de / 30.12.2016



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