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Absolventinnen und Absolventen des Johanneums 2015. Foto: Myriam Geister Absolventinnen und Absolventen des Johanneums 2015 mit denjenigen, die sie durch die Ausbildung und im Einsegnungsgottesdienst begleitet haben. Foto: Myriam Geister

Johanneum

Vom Seminar in die Praxis

Drei Jahre haben sie Bibelkunde gelernt, theologische Themen diskutiert, Predigen geübt, Modelle des Gemeindeaufbaus betrachtet und humanwissenschaftliche Studien betrieben – jetzt gehen sie von der Theorie in die berufliche Praxis. 

16 Absolventinnen und Absolventen der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal haben ihre seminaristisch-theologische Ausbildung beendet und nehmen in den nächsten Wochen ihren Dienst in der evangelischen Gemeinde- und Jugendarbeit auf. Alle Absolventinnen und Absolventen haben eine für sie passende Stelle gefunden - zwischen Hamburg und Kärnten, zwischen der Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern.

Die neuen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkündigungsdienst wurden jetzt in der Wuppertaler Erlöserkirche in ihren Dienst gesandt. Zu den Teilnehmenden des Einsegungsgottesdienstes gehörten auch Präses Manfred Rekowski und die Wuppertaler Superintendentin Ilka Federschmidt.

Auch im neuen Studienjahr, das im September beginnt, ist im Johanneum mit 45 Studierenden wieder „volles Haus“. 18 Bewerberinnen und Bewerber wurden aufgenommen, darunter auch Studierende aus Österreich, Rumänien, Brasilien und dem Iran. 

Seit 50 Jahren am Nordpark

Das Johanneum hat weiteren Grund zum Feiern. Seit nunmehr 50 Jahren hat es seinen Sitz in der Melanchthonstraße Rande des Wuppertaler Nordparks. Seither haben rund 750 junge Menschen dort ihr Ausbildung für den Verkündigungsdienst in der evangelischen Gemeinde- und Jugendarbeit absolviert.

Im Sommer 1965 hieß es im Wuppertaler "General-Anzeiger": „Das evangelische Wuppertal hat selten eine Feier erlebt, die ein solches Gewicht hatte wie die Einweihungsfeier der neuerbauten Häuser des Johanneums.“ Der damalige Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Joachim Beckmann, hob „die der Welt zugewandte Sendung der Johanneumsbrüder und der Prediger des Evangeliums“ hervor. Der Johanneums-Absolvent und spätere Wuppertaler Bürgermeister Gottfried Gurland hielt eine Rede für die Stadt Wuppertal.

Gründung bereits 1866

Die Evangelistenschule Johanneum, ein freies Werk, ist die älteste seminaristisch-theologische Ausbildungsstätte in Deutschland und wurde 1886 von dem Theologie-Professor Dr. Theodor Christlieb in Bonn gegründet. Nach einem bescheidenen Start - ein Lehrer und ein Schüler - entwickelte sich das Johanneum schnell zu einer angesehenen theologischen Bildungsstätte.

Als die Räumlichkeiten in Bonn nicht mehr ausreichten, wechselte man – auch wegen der vielen lebendigen Gemeinden – im Jahr 1893 nach Barmen. Die dort errichteten und nach dem Krieg wieder aufgebauten Gebäude mussten aber 1965 der Autobahn A 46 weichen. Sie befanden sich genau an der Stelle der heutigen Autobahnauffahrt Barmen. Deshalb der Neubezug in der Melanchthonstraße.

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ekir.de / vis, neu / 06.07.2015



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