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Absolventinnen und Absolventen des Johanneums. Absolventinnen und Absolventen des Johanneums.

Evangelistenschule Johanneum

Entsendet in den Verkündigungdienst

Sie waren Bäcker, Lufthansa-Flugbegleiterin, Sprachlehrerin und Chemisch-technischer Assistent. Danach haben sie drei Jahre die Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal besucht, haben Griechisch und Hebräisch gelernt, Altes und Neues Testament. Sie haben Kirchengeschichte, Dogmatik, Religionswissenschaften und Ethik diskutiert.

Auch Praktische Theologie und humanwissenschaftliche Fächer standen auf ihrem Studienplan. Jetzt stehen sie am Ende des seminaristischen Teils der Ausbildung: Zwölf Absolventinnen und Absolventen des Johanneums sind am Sonntag in der Wuppertaler Erlöserkirche eingesegnet und ausgesendet worden.

Künftig arbeiten die Johanneumsabsolventinnen und –absolventen in Berufen in der evangelischen Gemeinde- und Jugendarbeit. Teils engagieren sie sich in innovativen Projekten mit dem Ziel, oft von der Kirche selbst gemachte Grenzen zu überwinden und Menschen neu mit dem Evangelium zu erreichen.

So geht eine Absolventin als Diakonin in den niedersächsischen „Heidepark“, einen der größten Freizeitparks Deutschlands. Sie wird auf Bitte des Trägers und im Auftrag der Hannoverschen Landeskirche mitten in der Freizeitwelt kirchliche Angebote machen und auch für die dort arbeitenden Animateure da sein.

Eine andere Absolventin übernimmt die Leitung von „Simeons Haus“ in der Innenstadt von Minden. Diese innovative Begegnungsstätte soll künftig eine Anlaufstelle für Menschen sein, die sich vielleicht schon für den Glauben interessieren, vor allem für solche, die auf der Suche nach Gemeinschaft sind und bewusst oder unbewusst offen sind für Fragen nach Sinn und Ziel des Lebens.

Zum Beispiel in der Flüchtlingsarbeit

Ein ursprünglich aus Südafrika stammender Absolvent wird künftig in einem christlich-sozialen Stadtteilprojekt in Erfurt arbeiten. Der CVJM Baden hat gemeinsam mit der Evangelischen Landeskirche Baden eine Projektstelle für Flüchtlingsarbeit eingerichtet mit dem Auftrag „Damit aus Fremden Freunde werden“.

Andere Absolventinnen und Absolventen gehen nach Österreich, Frankreich, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg, Franken und nicht zuletzt nach Essen-Werden. Alle wollen in den Gemeinden und Projekten anwenden, was sie theologisch, praktisch und humanwissenschaftlich im Johanneum gelernt haben.

Der Einsegnungsgottesdienst bildete den Start in den Verkündigungsberuf, verbunden mit der Verpflichtung auf das Evangelium und der Entsendung in den kirchlichen Dienst. Die Predigt hielt Oberkirchenrat Dr. Erhard Berneburg vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), er ist zugleich Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) in der EKD, zu der das Johanneum gehört. Die Leitung des Gottesdienstes hatte  der Direktor der Evangelistenschule Johanneum, Pfarrer Burkhard Weber.

Studierende mit internationalem Background

Im September wird ein neuer Kurs mit 17 Studierenden im Johanneum beginnen. Die internationale Herkunft im Johanneum bleibt erhalten. Zwar wurden nun zwei Studierende aus Südafrika und Belgien verabschiedet, aber es sind immer noch eine Österreicherin, ein Brasilianer, ein Rumäne und ein Iraner in der Ausbildung. Im neuen Kurs sind die Schweiz, der Irak und Syrien vertreten.

Das Johanneum bietet eine theologische Ausbildung mit dem Ziel des Verkündigungsdienstes in der evangelischen Gemeinde- und Jugendarbeit an und bietet Platz für rund 45 Studierende. Es wurde als erste seminaristisch-theologische Ausbildungsstätte 1886 gegründet.

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ekir.de / vis / 12.07.2016



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