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„Mut aufbringen – Frieden stiften“: Blaue T-Shirts mit Friedensthesen gab es auf der Frühjahrskonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland. „Mut aufbringen – Frieden stiften“: Blaue T-Shirts mit Friedensthesen gab es auf der Frühjahrskonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland.

Evangelische Jugend

Das Thema „Flucht“ war im Fokus

Die Abwesenheit von Frieden und deren Folgen bildeten die Schwerpunktthemen der Frühjahrstagung der Delegiertenkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland in Solingen. Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchenkreisen, Werken und Verbänden nahmen teil. 

Das derzeit alles überlagernde Thema „Flucht“ und „Gedenkstättenarbeit heute“ waren da-bei besonders im Fokus der Delegiertenkonferenz. Auf der Grundlage der friedenspolitischen Positionen der Evangelischen Jugend in Deutschland wurde in Kleingruppen zu konkreten Umsetzungsschritten gearbeitet.  

Zu den fünf Schwerpunkten zählten „Friedenserziehung - aus der Geschichte lernen!“ sowie „Demokratie - Verantwortung und Mitwirkung“. Die Ergebnisse werden nun in den Kirchenkreisen, Werken und Verbänden beraten und die Resultate bei der Delegiertenkonferenz im Herbst abgestimmt.  

Historischen Lernen in der Migrationsgesellschaft

„Historisches Lernen findet heute in einer Migrationsgesellschaft statt“, dies gab Claudius Rück, Jugendbildungsreferent bei der Evangelischen. Schüler- und Schülerinnenarbeit im Rheinland bei der Gedenkstättenpädagogik im Rahmen seines Vortrags „Jugendbildungsarbeit…am historischen Ort“ zu beachten. Zur Untermauerung dieses Vortrags wurden unter anderem Bilder von Gedenkstättenfahrten und Statements von zehn muslimischen Jugendlichen zum Thema gezeigt. Zudem wurde von einer europäischen Friedensfahrt mit einer mobilen Schmiede aus dem Kirchenkreis Essen berichtet.  

Die Jugendreferentin aus dem Kirchenkreis Saar-Ost, Ulrike Zuda-Tietjen, berichtete ergänzend von ihrer langjährigen Erfahrung mit Gedenkstättenfahrten: „Auschwitz hat sich in den letzten Jahren verändert und zwar nicht zum Guten. Es ist mittlerweile touristisch geworden. Trotzdem ist es ein Ort, der Jugendliche begreifen lässt.“

Derzeit befinden sich rund 57 Millionen Menschen auf der Flucht

Am Sonntag startete die Delegiertenkonferenz nach einem gemeinsamen Gottesdienst mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Silvia Hamacher, Professorin für Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule NRW mit dem Titel „Kinder im Exil – Chancen und Herausforderungen für Ehrenamtliche“. Derzeit befinden sich rund 57 Millionen Menschen auf der Flucht; diese Zahl verdeutlicht die Relevanz des diesjährigen Themas der Delegiertenkonferenz. Hamacher stellte Themen wie Familie, Bindung und Traumatisierung in den Kontext der Arbeit von Ehrenamtlichen, insbesondere im Hinblick auf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.  

Ein Positionspapier, in welchem die Positionen und Forderungen der Evangelischen Jugend im Rheinland in Bezug auf die momentane Situation von Menschen auf der Flucht dargestellt wird, wurde diskutiert und verabschiedet. Weitere Themen waren die Projekte der Evangelischen Jugend im Rheinland zum Reformationsjubiläum und zum Kirchentag im kommenden Jahr.  

Die Delegiertenkonferenz ist das höchste beschlussfassende Gremium der Evangelischen Jugend im Rheinland, der Arbeitsgemeinschaft der verbandlichen Jugendarbeit der Gemeinden, Kirchenkreise, Werke und Verbände im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland.  

Die Evangelische Jugend im Rheinland (EJiR) ist der Jugendverband, dem alle Kinder und Jugendlichen ab sechs Jahren angehören, die auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland in Gemeinden, Jugendhäusern und Verbänden aktiv sind. Die Delegiertenkonferenz ist das Entscheidungsgremium der Evangelischen Jugend im Rheinland und tagt zweimal im Jahr. 

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ekir.de / EJiR / 18.03.2016



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