Erfrischend anders
Präses Nikolaus Schneider beim Eröffnungsgottesdienst des Jugendcamps 2010
Vor rund tausend Teilnehmenden eröffnete Landesjugendpfarrerin Simone Mechels das viertägige Festival, das junge Leute aus dem ganzen Rheinland zusammenbringt. Leitfaden des Gottesdienstes war die Exodus-Erzählung. In ihr führt Moses die Israeliten aus der ägyptischen Gefangenschaft. Nach langer Wüstenwanderung verliert das durstige Volk sein Vertrauen in ihn, bis er mit Gottes Hilfe aus einem Fels Wasser schlägt.
„Das lebendige Wasser, das man zum Leben braucht, ist Liebe, Freunde und Arbeit“, erklärte Nikolaus Schneider in seiner Predigt. Für den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland und Präses der rheinischen Kirche bedeutet das Jugendcamp eine „Kraftquelle“ in „wüsten Zeiten“ für die Teilnehmer. Durch das Miteinander in Idar-Oberstein sollen sie neue Kraft schöpfen für den Alltag. Deutlich sichtbar für alle zeigte sich ihre Gemeinschaft durch die T-Shirts des Camps in weiß und türkis.
Passend zum Motto „facettenreich und felsenfest“ führten Jugendliche aus verschiedenen Kirchenkreisen ein Rollenspiel vor. Sie spielten die Geschichte vom zweifelnden Volk in moderner Form. Statt nach Wasser suchten sie nach Demokratie, Völkerverständigung und Gerechtigkeit. Der heutige Moses brachte an Stelle von Wasser zunächst nur enttäuschende Gesteinsbrocken hervor. Mit Hilfe seines „Volkes“ formte er daraus jedoch unter anderem eine „steinerne“ Kerze, die Gottes Liebe für alle Besucher symbolisierte.
Idar-Oberstein werde in den nächsten Tagen, so Präses Schneider, vor allem durch die vielen Jugendlichen des Camps symbolisiert, die ein „ ganz neues Gesicht“ der Stadt schaffen.
Jugendcamp 2010
ekir.de / / 03.06.2010
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