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Jugendcamp

Ein lohnender Blick zurück

Nun ist das Jugendcamp 2010 beendet. Rund zweitausend Jugendliche aus dem Rheinland lebten und lachten, beteten und sangen, diskutierten und pausierten. Vier Tage in Idar-Oberstein.

LupeJugendcamp 2010

Thomas Weckbecker, Vorsitzender der Evangelischen Jugend im Rheinland, ist rückblickend sehr erleichtert, denn „alles lief glatt und es gab keine gravierenden Schwierigkeiten“ – das war nicht zuletzt der Verdienst des gut organisierten Teams. Das sieht die 21-jährige Ann-Kathrin Neßeler aus dem Campteam genauso: „Ich fand es super und würde es jederzeit nochmal machen.“

Jugendcamp 2010 LupeJugendcamp 2010

Das ganze Wochenende über bot das Camp ein vielfältiges Angebot an Workshops und Veranstaltungen, die bis auf wenige Ausnahmen alle stattfanden. Auf der großen Bühne auf dem Platz-auf-der-Idar traten Künstler auf wie Danny Fresh am Freitag oder Die happy am Samstagabend.

Einer der Höhepunkte war die Verleihung des Jugendkulturpreises der Evangelischen Jugend im Rheinland. Der „JuKu“ wurde 2008 erstmals verliehen und war in diesem Jahr mit 2500 Euro dotiert. Nach dem begehrten Preis und der Anerkennung der Jury strebten sechs verschiedene Projektgruppen aus allen Teilen des Rheinlands. In diesem Jahr mussten sie sich jedoch nicht nur vor der Fachjury beweisen, denn zum ersten Mal gab es auch einen Publikumspreis. Dieser wurde Freitagabend von den Jugendcamp-Teilnehmenden vergeben.

Den ersten Platz machte die Jugendgruppe „J-Performance“ aus Rheydt. Sie erhielt 1000 Euro des Preisgeldes. Den Jurypreis, der Samstagabend auf der Hauptbühne auf dem Platz-auf-der-Idar vergeben wurde, erhielten drei Gruppen. Die Jury entschied sich, die 1500 Euro Preisgeld aufzuteilen und zeichnete damit die „Sweet Blackbirds“, eine gesellschaftkritische Jugendband, das Spontantheater „Debathe“ und das Konfirmandenmusical „Was verändert die Welt?“ aus.

Jugendcamp 2010 LupeJugendcamp 2010

Verändert hat das Jugendcamp auch den Freundeskreis vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Ich habe bestimmt schon mindestens 20 neue Telefonnummern gesammelt“, erzählt die 13-jährige Pia Burghoff. Auch die Menschen von Idar-Oberstein sahen ihr Städtchen in einem ganz neuen Licht. „Die Stadt war mal nicht so ausgestorben, das tat uns allen gut“, berichtet Horst Kaiser. Als Verkäufer in einem Edelsteingeschäft freute er sich über die junge Kundschaft.

Doch nach so einem erlebnisreichen Programm knurrte auch mal der Magen. Für das leibliche Wohl sorgten zahlreiche lokale Gastronomiebetriebe mit vielfältigen Mahlzeiten. „Schnitzel mit Pommes war unser Dauerrenner“, sagt Martin Studt.

Aus Wuppertal war die Musical-Gruppe „Spell 88“, heizte dem Publikum in der Hauptschule Heidensteil ein. Mit einem bunten Mix aus Text, Gesang und Kostümen stellten sie das Stück „Godspell“ des Amerikaners Stephen Schwartz vor. „Es ist ein echtes Highlight, hier vor diesem Publikum zu spielen“, sagte Martin Ribbe, der Spell 88 leitet.

Doch neben Musik und Kultur prägten vor allem die Teilnehmer selbst ihr Jugendcamp. So facettenreich wie das Rheinland zeigte sich seine Jugend.
Jugendcamp 2010

ekir.de / Jan Kleinschmidt, Judith Merkelt / 06.06.2010



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