EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr

Foto: DW An Nahe und Glan Hebamme Andrea Hieronimus zeigt zwei werdenden Müttern, wie man ein Fläschchen fachgerecht zubereitet.

Kirchenkreis An Nahe und Glan

Zuspruch in einem Diakonie-Projekt für junge Mütter

„Weiblich, schwanger, jung sucht: Zuspruch für sich und ihr Baby“ – Mit diesem Motto wandte sich das Diakonische Werk (DW) im evangelischen Kirchenkreis An Nahe und Glan im vergangenen Jahr an junge werdende Mütter.

Birgit Mengel und Gitta Eckes ziehen eine durchweg positive Bilanz dieses Projekts, das von einer Facebook-Präsenz begleitet wurde. Kollektenmitteln der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe finanzierten die für die Teilnehmerinnen kostenlose Aktion.

Fünf junge Frauen im Alter von 15 bis 23 Jahren suchten und fanden Zuspruch und lernten in einer Gruppe von Gleichaltrigen, was Frauen wissen müssen, die zum ersten Mal Nachwuchs erwarten. „Sie alle freuen sich sehr auf ihr Baby und wir haben uns bedingungslos mit ihnen gefreut“, berichtet Birgit Mengel. Die jungen werdenden Mütter schätzten die entspannte Atmosphäre der Treffen im Dietrich-Bonhoeffer-Haus Bad Kreuznach.

Es kam den Mitarbeiterinnen des DW darauf an, die Teilnehmerinnen vorbehaltlos zu akzeptieren und ohne erhobenen Zeigefinger auf deren individuelle Situation einzugehen. Sie gaben Tipps, wie Probleme bewältigt werden können. „Da reagiert der Partner auf die Aussicht, Vater zu werden, anders als erwartet oder es gibt Schwierigkeiten mit den Eltern“, beschreibt Birgit Mengel die Lage der oft sehr jungen Schwangeren. Manche von ihnen kommen aus einem problematischen heimischen Umfeld und wollen in der eigenen jetzt entstehenden Familie alles besser machen.

Fachgerechte Antworten auf viele Fragen

„Wir waren oft überrascht, wie verantwortungsvoll die jungen Mütter mit dem werdenden Leben umgehen“, gibt Gitta Eckes ihre Beobachtungen wieder. Sie freuten sich an den ersten Ultraschallfotos, auf das Aussuchen von Babysachen und betonten das Zusammengehörigkeitsgefühl der entstehenden Familie.

An fünf Nachmittagen erhielten sie eine emotionale Ausstattung für den Start in das neue Leben mit einem Kind. So informierte Hebamme Andrea Hieronimus über Schwangerschaft und Geburt, erläuterte die Eintragungen im Mutterpass und gab Anweisungen, wie das Baby richtig zu halten und zu pflegen ist. Was tun, wenn das Kleine anhaltend schreit? Wie macht man ein Fläschchen? Was tun gehen Blähungen im Babybäuchlein? Alle diese Fragen erhielten fachgerechte Antworten.

Aber auch Unterstützung beim Umgang mit Jugendamt oder Arbeitsagentur und bei der Bewältigung finanzieller Probleme gab es, etwa ein Antrag an die Stiftung Mutter und Kind oder der Hinweis auf das Angebot günstiger Kinderkleidung. Gerne nahmen die jungen Mütter weitere Beratungsangebote des DW in Anspruch. Birgit Mengel und Gitta Eckes können sich vorstellen, noch einmal ein solches Projekt anzubieten, vielleicht in Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Jugendhilfe. Zunächst freuen sie sich auf ein Nachtreffen mit den Teilnehmerinnen. Zwei von ihnen werden dann mit ihren Babys kommen.

Social Media zur Begleitung

Viel Interesse fand die Facebook-Seite, auf der das DW für das Projekt „Zuspruch für junge Mütter“ warb. Dort waren die wesentlichen Inhalte der insgesamt fünf Treffen dargestellt. Die einzelnen Themen wurden vielfach angeklickt. Spitzenreiter waren Tipps zur Baby-Ausstattung und die beliebtesten Vornamen. Aber auch der Hinweis auf den Veranstaltungsort, das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bad Kreuznach, wurde häufig gewählt.

„Das zeugt von ernsthaften Interesse“, erklärt Birgit Mengel. Nach ihren Worten soll die Seite weiter gepflegt und mit regelmäßigen Beiträgen aktualisiert werden. Das DW möchte damit möglichst viele junge Leute erreichen und auf sein Angebot zur Unterstützung junger Familien aufmerksam machen.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 17. Februar 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 17. Februar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / mu / Foto: DW / 17.02.2014



© 2017, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.