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Dank der Spenden der Förderstiftung der Kaiserswerther Diakonie konnte Kinderchirurg Dr. Bertram Reingruber mit seinem Team dem kleinen Pedro aus Angola helfen. (Foto: Frank Elschner) Dank der Spenden der Förderstiftung der Kaiserswerther Diakonie konnte Kinderchirurg Dr. Bertram Reingruber mit seinem Team dem kleinen Pedro aus Angola helfen. (Foto: Frank Elschner)

Kaiserswerther Diakonie

Hilfe für den kleinen Pedro

Der achtjährige Pedro aus Angola wurde bei einem Unfall in seiner Heimat schwer verletzt. Die dortigen Ärzte konnten ihm nicht helfen. Im Florence-Nightingale-Krankenhaus in Kaiserswerth wurde er erfolgreich behandelt und operiert. Nun ist er wieder gesund nach Hause zu seiner Familie zurückgekehrt.

Pedro war nach Deutschland gekommen, nachdem er bei einem Verkehrsunfall in Angola schwere Verletzungen erlitten hatte. In seiner Heimat konnten die Ärzte ihn nur notfallmäßig versorgen. Damit der Achtjährige in Zukunft ein normales Leben führen kann, behandelte ihn Kinderchirurg Dr. Bertram Reingruber mit seinem Team.

Der Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie am Florence-Nightingale-Krankenhaus erzählt Pedros Krankengeschichte: „Bei dem Unfall in seiner afrikanischen Heimat war das Becken des Jungen zertrümmert worden, Darm und Harnröhre waren abgerissen. In Afrika versorgten die Ärzte ihn in einer Not-Operation, er bekam einen künstlichen Harn- und einen künstlichen Darmausgang.“  

Vom Friedensdorf International in Oberhausen, wo er gepflegt wurde, kam er zunächst in eine Spezialklinik; die Kinderurologen rekonstruierten seine Harnröhre. Anfang März stellte ihn das Friedensdorf der Klinik für Kinderchirurgie am Florence-Nightingale-Krankenhaus in Düsseldorf vor. „Pedro hatte einen eingeklemmten Vorfall des künstlichen Darmausgangs, da mussten wir schnell operieren“, berichtet der Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie am Florence-Nightingale-Krankenhaus.  

Eine Stoma-Versorgung kann eine afrikanische Familie in den finanziellen Ruin stürzen

Zunächst wurde der Dickdarm gekürzt und ein neuer künstlichen Darmausgang angelegt. Außerdem wurde die Harnblase verschlossen, Vernarbungen im Unterbauch entfernt und der defekte Muskelring des Afters wiederhergestellt. Nach acht Wochen wurde Pedro ein weiteres Mal operiert, um den künstlichen Darmausgang wieder zu entfernen – auch wenn natürliche Darmausgang erst noch trainiert werden muss.

„Wir haben lange überlegt, was für Pedro mittelfristig die richtige Versorgung ist,“ erzählt Dr. Bertram Reingruber. „Aus meinen Hilfseinsätzen in Afrika weiß ich, dass die Kosten für eine Stoma-Versorgung eine afrikanische Familie in den finanziellen Ruin treiben kann.“ Nun ist Pedro nach mehr als anderthalb Jahren Aufenthalt in Deutschland wieder gesund nach Hause zu seinen Eltern und fünf Geschwistern geflogen.

Möglich wurden seine Operationen durch Spendengelder aus der Förderstiftung der Kaiserswerther Diakonie. Um Kinder aus Kriegs- oder Krisengebieten von Fachärzten im Florence-Nightingale-Krankenhaus behandeln zu lassen, hat die Förderstiftung einen Nothilfefonds eingerichtet. Daraus werden Kosten für Behandlungen finanziert, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden. 

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ekir.de / Kaiserswerther Diakonie / 28.06.2016



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