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Ökumenischer Gottesdienst Präses Manfred Rekowski und Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki gestalteten den Gottesdienst zur Eröffnung des Kinder- und Jugendhospizes Burgholz

Kinder- und Jugendhospiz

„Auf einmal gehen die Uhren anders"

Der rheinische Präses Manfred Rekowski und der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki haben mit einem ökumenischen Gottesdienst das Bergische Kinderhospiz Wuppertal eingeweiht. Prominente Gäste und viele weitere Besucher kamen zum Eröffnungstag. 

Der Schlüssel wechselte am Samstag um 12.30 Uhr zum neuen Kinder- und Jugendhospiz auf Burgholz: vom Architekten über die Träger und die Betreibergesellschaft zu den überglücklichen Leiterinnen des Hauses. Die Freude nach der langen Planungs- und Bauphase war allen anzusehen.

Da konnte auch der bergische Regen nichts von wegschwemmen: Kardinal Woelki machte ihn flugs zum Zeichen des Segens für das neue Haus und die Arbeit, die darin geschehen wird.

Trotz des Wetters waren über den Tag verteilt rund 2.100 Menschen zur Kaisereiche ins Burgholz gekommen, um das neue Haus, selbst in Augenschein zu nehmen. Und sie konnten eine Menge sehen: Alle Räume des Hauses, einschließlich der Kinderzimmer, der diversen Therapieräume und des Abschiedbereichs waren geöffnet und wurden den Interessierten von den Mitarbeitenden des neuen Teams erklärt.

Begonnen hatte die Eröffnung mit einem ökumenischen Gottesdienst, den Präses Manfred Rekowski und Rainer Maria Kardinal Woelki gemeinsam gestalteten. Unterstützt wurden sie von der Elberfelder Mädchenkurrende unter der Leitung von Angelika Küpper.

Predigt über den Rangstreit der Jünger

Präses Rekowski predigte über Markus 9, 33-37, den Rangstreit der Jünger, bei dem sie darüber diskutieren, wer von ihnen der Größte sei. Das ist menschlich, findet Rekowski, und Ehrgeiz sei auch nur dann schlecht, wenn er zu Abwertung anderer führt oder meint, durch eigene Verdienste einen besonderen Platz bei Gott erwerben zu können. Im Kinderhospiz spiele die Frage, wer der Schnellste und Tollste ist, keine Rolle mehr: „Auf einmal gehen die Uhren anders, die Zukunft geschieht jetzt, der Moment ist wichtig, es geht um Wesentliches.“ Was im Leben wirklich zählt, mache Jesus den Jüngern klar: Wer der Erste sein will, solle der Letzte sein und der Diener aller anderen.

Dann wende sich Jesus einem Kind zu, mache es zur Hauptperson und gebe ihm Nähe und Liebe, sagte der Präses: „Kinder aufzunehmen, sich in das Leben mit ihnen zu begeben, auch da, wo es in eine unheilbare Krankheit geht und hin zum Sterben führt, erfüllt seine Gegenwart und bringt alle Beteiligten mit ihm selbst zusammen.“

Schirmherrin Veronica Ferres zu Gast

Im Nachmittagsprogramm begrüßte die ökumenische Einrichtung zahlreiche Gäste auf der Bühne im Außengelände: Neben Schirmherrin Veronika Ferres auch viele Botschafter des Kinderhospizes, darunter Günter Wallraff sowie die drei Oberbürgermeister der Bergischen Region. Musikalisch wurde der Nachmittag von Dr. Mojo und Mitgliedern des Sinfonieorchesters gerahmt. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der Cronenberger All-Stars.

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ekir.de / wj, jpi / Foto: Andreas Fischer / 23.03.2015



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