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Foto: Stiftung KiBa Die Kirche der Evangelischen Trinitatis-Gemeinde Schleidener Tal in Gemünd

Stiftung KiBa

Ein neues Dach für die Kirche des Monats

Die Kirche der Evangelischen Trinitatis-Gemeinde Schleidener Tal in Gemünd in der Nordeifel ist die Kirche des Monats März. Das teilte die „Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland“ (Stiftung KiBa) mit. 

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1753 erbaut. „Ein Symbol des Protestantismus“ nennt Pfarrer Erik Schumacher die Kirche, die nach ihrer Entstehung mehr als 40 Jahre lang das einzige evangelische Gotteshaus in der Region war, zu dessen Gottesdiensten die Protestantinnen und Protestanten der umliegenden Ortschaften und Dörfer zusammenkamen. Entsprechend groß wurde das Gebäude konzipiert, das bis zu 250 Besucherinnen und Besuchern Platz bietet.

Da zum Ende des 18. Jahrhunderts auch in den benachbarten Ortschaften Hellenthal und Schleiden protestantische Gotteshäuser entstanden, nahm der Besucherstrom nach Gemünd ab. Auch heute ist die Kirche an gewöhnlichen Sonntagen mit 50 Besuchern gut gefüllt – Pfarrer Erik Schumacher ist trotzdem dankbar, dass die Gemeinde eine so große Kirche hat: „An Weihnachten und bei Konfirmationen und Jubiläen – jede größere Veranstaltung findet dort statt.“

Nähe zum Nationalpark Eifel

Beliebt ist das Gebäude auch seiner zentralen Lage wegen. Konzerte, Lesungen und Ausstellungen sollen daher in Zukunft regelmäßig auf dem Programm stehen. Auch die Nähe zum Nationalpark Eifel soll stärker Berücksichtigung finden, die Kirche Anlaufstelle und Ruheort auch für Wanderer und Radfahrer werden.

Bevor dies geschieht, muss jedoch die noch aus barocker Entstehungszeit stammende Holzkonstruktion des Dachs restauriert werden. Dafür müssen der hintere Teil des Dachstuhls gekappt und Stahlträger eingezogen werden. Mehr als eine halbe Million Euro sind nun aufzubringen. Die Stiftung KiBa fördert diese Arbeiten mit 20.000 Euro. Schumacher sagt: „Der Förderbescheid war für uns die Initialzündung dafür, dass wir in diesem Jahr beginnen.“

Für den finanziellen Eigenanteil, den die Gemeinde zu erbringen hat, gibt es auch schon viele Ideen. Konzerte, der Verkauf von bedruckten Kacheln oder Kaffeetassen - Schumacher hat keine Sorge, das Geld zusammenzubringen: "Wir sind eine Gemeinde mit Sammeltradition."

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ekir.de / Foto: Stiftung KiBa / 04.03.2014



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