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Einführung der Pfarrerinnen Dr. Barbara Schwahn und ihrer Stellvertreterin Bettina Roth in die Kirchenleitung (vorn 2. und 3. von rechts). Einführung der Pfarrerinnen Dr. Barbara Schwahn und ihrer Stellvertreterin Bettina Roth in die Kirchenleitung (vorn 2. und 3. von rechts).

Kirchenleitung

„Liebe und Zuwendung sind Gottes Markenzeichen“

In einem festlichen Gottesdienst hat Präses Manfred Rekowski Pfarrerin Dr. Barbara Schwahn (50) aus Düsseldorf in ihr neues Amt als nebenamtliches theologisches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland eingeführt. 

Die Einführung der beiden neuen Kirchenleitungsmitglieder durch Präses Manfred Rekowski. Die Einführung der beiden neuen Kirchenleitungsmitglieder durch Präses Manfred Rekowski.

Außerdem führte der oberste Repräsentant der rheinischen Kirche Pfarrerin Bettina Roth (50) aus Mülheim/Ruhr als Schwahns erste Stellvertreterin ein. „Kirchenleitung ist mehr als eine Managementaufgabe und viel mehr als eine administrative Tätigkeit. Die Kirche zu leiten ist eine geistliche Aufgabe", erklärte der Präses in dem Einführungsgottesdienst.

Es gehe darum, Gott zu Wort kommen zu lassen, sich von ihm, von den gesellschaftlichen Herausforderungen und von anderen Menschen etwas sagen zu lassen und das Leben der Kirche zu gestalten. Rekowski: "Kirchenleitung fördert, ermöglicht und unterstützt die Arbeit in den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland.“

Die Einführung eines nebenamtlichen theologischen Mitglieds der Kirchenleitung mache öffentlich deutlich, dass Leitungshandeln in der rheinischen Kirche nicht Solistinnen und Solisten übertragen werde, sondern stets eine Gemeinschaftsaufgabe sei. Haupt- und nebenamtlich in der rheinischen Kirche Mitarbeitende, zum Verkündigungsdienst ordinierte und zum Presbyteramt befähigte Männer und Frauen leiteten gemeinsam die Kirche, unterstrich Manfred Rekowski.

„Für manche ist dieser Christus am Kreuz einfach nur ein grausamer Anblick“

In ihrer Predigt über Verse aus dem Johannes-Evangelium (Johannes 3, 14-21) bediente sich das neue Kirchenleitungsmitglied Schwahn des Bildes „Christus am Kreuz“ von Lukas Cranach d. J., das das Altarbild der Kirche St. Peter und Paul in Weimar ist. „Für manche heute ist dieser Christus am Kreuz einfach nur ein grausamer Anblick, und sie schütteln mit dem Kopf: Wie Christen mit einem so grausamen Tod Rettung und Leben und Heil verbinden können. Doch dieser Anblick ist ein Symbol dafür: Liebe und Zuwendung sind Gottes Markenzeichen“, erläuterte die Pfarrerin in ihrer Auslegung.

So wie Cranach die Szene darstelle, werde deutlich: Der Gekreuzigte ist das Zeichen der Rettung aus der Angst. Nehme man den Evangelisten Johannes beim Wort, „dann ist der Gott, an den wir glauben, einer, der die Menschen liebt und sie retten möchte vor allem Bösen, vor Tod und Teufel, aus ihrer Angst und ihrem Verlorensein". Er möchte, dass die, die an ihn glauben und ihm vertrauen, seine Liebe in der Welt verbreiten und nicht mit erhobenem Zeigefinger und mit aller Gewalt den Glauben an ihn durchsetzen.

Weiter erklärte Schwahn, Gott möchte, "dass der Glaube an ihn, das Vertrauen in ihn, Menschen ihre Angst nimmt oder ihnen wenigstens hilft, mit ihr umzugehen und nicht, dass er Angst macht.“ Was die Menschen überleben lasse in dieser Welt, "was unsere Angst mildert, das kennen wir durch das Leben und Wirken des Menschensohns Jesus".

"Unser Glaube führt zu Nächstenliebe"

Sie unterstrich: "Der Maßstab ist da. Das Kreuz ist aufgerichtet. Unser Glaube ruft niemals auf zu einem Verhalten, das Macht und Herrschaft ausnutzt. Er führt zu Nächstenliebe, Selbstkontrolle und Selbstaufopferung. Er hat zu tun mit Liebe, Vergebung und Mitgefühl.“

Barbara Schwahn ist Skriba des Kirchenkreises Düsseldorf und Leiterin der Abteilung Seelsorge in ihrem Kirchenkreis. In der Kirchenleitung hat sie bisher schon als stellvertretendes Mitglied mitgearbeitet. Bettina Roth ist Pfarrerin in der Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde in Mülheim an der Ruhr.

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ekir.de / jpi, neu, Fotos Uwe Schinkel / 01.03.2015



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