Landessynode 2017
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Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Cyganek Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Cyganek

Landessynode 2017

Vergnügt, erlöst, befreit im swingenden Jazz-Waltz-Stil

500 Jahre evangelische Kirchenmusik in fünf Viertelstunden: Das gibt es beim Konzert "500 Jahre evangelische Kirchenmusik" am vierten Synodentag in der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr. Es erklingen Liedtexte und Bibeltext-Vertonungen von evangelischen Komponisten und einer Komponistin. Zu hören ist auch eine Uraufführung.

Die fünf Viertelstunden entsprechen eine Europareise in vier Tagen, erläuterte Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Cyganek das Konzert. Präsentiert würden Kostproben aus fünf Jahrhunderten. 

Den Anfang markiert Johann Walter, musikalischer Weggefährte Martin Luthers, von der Nachwelt als Ur-Kantor bezeichnet. Er steht stellvertretend für die prägende Verbindung von Wort und Ton: Die gute Nachricht singend zu verbreiten, war ein wichtiges Anliegen der Reformatoren.

Es folgen Hörproben aus Barock, Romantik und 20. Jahrhundert. Letzteres lässt mit drei Persönlichkeiten lokale biografische Bezüge erkennen: Ernst Pepping, geboren in Duisburg, gilt neben Hugo Distler als einer der herausragenden Komponisten evangelischer Chormusik in der ersten Jahrhunderthälfte.

Magdalene Schauß-Flake, geboren in Essen, wirkte dort zunächst als Kirchenmusikerin, bevor sie sich 1960 in Burgsponheim und später in Bad Kreuznach niederließ. Als Komponistin war sie besonders im Bereich der Blechbläsermusik erfolgreich.

Wolfgang Stockmeier, geboren in Essen, leitete als Orgelprofessor mehr als drei Jahrzehnte die Abteilung Evangelische Kirchenmusik an der Musikhochschule Köln.

Uraufführung in zeitgemäßer Tonsprache

Der musikalische Bogen des Abends spannt sich vom 16. Jahrhundert bis ins Heute. Kirchenmusikdirektor Matthias Nagel, Spezialist für Popularmusik, früherer rheinischer Kirchenmusiker und heutiger Professor für Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik im westfälischen Herford, hat das rheinische Reformationsjahrs-Motto „Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“ und den dazugehörigen Psalm von Hanns Dieter Hüsch in zeitgemäße Tonsprache für Chor, Bläserensemble und Orgel übersetzt.

Bei der Uraufführung singen Kreiskantorinnen und Kreiskantoren der rheinischen Kirche, die Orgel spielt Kantor Jens Peter Enk und es musiziert das Ensemble Buccinate Deo unter der Leitung von Landesposaunenwart Jörg Häusler.

Tänzerisch leicht, zuletzt flüsternd

Gefragt nach seiner musikalischen Intention, sagt Matthias Nagel: „Ich wollte das tänzerisch Leichte in den Vordergrund stellen." So ist die Vertonung vor allem durch einen swingenden Jazz-Waltz-Stil geprägt - "ohne hoffentlich zu reiner Unterhaltungsmusik geworden zu sein".

Im weiteren Verlauf des Stücks kämen durchaus ernste Töne zum Vorschein, die bei genauerem Hinschauen auf den Text auch ihre Berechtigung haben. Das Ende wird geflüstert. Nagel: "Im wahrsten Sinne des Wortes bleibt uns vor Bewunderung des uns geschenkten Lebens-Reichtums die Sprache weg.“

"500 Jahre evangelische Kirchenmusik", Mittwoch, 11. Januar, 22 Uhr, Martin-Luther-Kirche, Bad Neuenahr

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ekir.de / iff, neu / 10.01.2017



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