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Kirchentag in Stuttgart Freuen sich auf den Kirchentag in Stuttgart: Generalsekretärin Ellen Ueberschär, Kirchentagspräsident Andreas Barner und Bischof Frank Otfried July.

Kirchentag

Klug werden in Stuttgart

Vom 3. bis 7. Juni findet in Stuttgart der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag statt. Die Mitglieder des Landesausschusses Rheinland waren schon auf Erkundungsfahrt dort, um sich über das Programm und Veranstaltungsorte schlau zu machen.

„Die Teilnehmenden erwartet ein interessantes Programm mit ebensolchen Referentinnen und Referenten“, resümiert Ute Dornbach-Nensel, Geschäftsführerin des Landesauschusses Rheinland für den Kirchentag: „Alle aktuellen gesellschaftlichen Themen, die uns zurzeit beschäftigen, wie Islamismus oder Flucht werden aufgegriffen, und die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen auszutauschen und hier und da Anregungen für ihre gemeindliche Arbeit zu erhalten. Auch wird an verschiedenen Stellen das Reformationsjubiläum in 2017 seine Schatten vorauswerfen.“

Während heute Mittag Kirchentagspräsident Andreas Barner, die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages Ellen Ueberschär und Prälatin Gabriele Wulz in Stuttgart das Programm offiziell vorstellen, hatten die Rheinländer schon vorab Gelegenheit, sich über Hauptvorträge und andere Veranstaltungen zu informieren.

Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Daimler-Vorstand Christine Hohmann-Dennhardt, der frühere Uno-Generalsekretär Kofi Annan und der amerikanische Philosoph Michael Sandel werden in Stuttgart mit dabei sein. Bei den Hauptvorträgen kommen Bundespräsident Joachim Gauck und der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa zusammen und sprechen unter dem Titel „Gutes Leben. Kluges Leben“ darüber, was Politik für unser Zusammenleben tun kann. Ein weiterer Höhepunkt ist die Veranstaltung „Die Welt ist aus den Fugen“ mit Kofi Annan, Bischof Nick Baines aus Großbritannien und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, die miteinander über aktuelle Krisen und Konflikte diskutieren.

Mitten in der Stadt und nicht weit weg

„Aus organisatorischer Sicht bietet Stuttgart einen etwas anderen Kirchentag“, berichtet Ute Dornbach-Nensel nach der Ortsbesichtigung in der Stadt am Neckar: „Es wird auf das von der Innenstadt weit entfernte Messegelände verzichtet. Stattdessen wird im Neckarpark eine Zeltstadt aufgebaut, wo ein Großteil der Veranstaltungen wie auch der Markt der Möglichkeiten und das Jugendzentrum stattfinden werden. Ebenso wird in der Innenstadt und ein wenig im Umland jeder geeignete Veranstaltungsort genutzt, so dass überall in Stuttgart der Kirchentag spürbar und erfahrbar sein wird. Ich bin überzeugt, wenn auch das Wetter mitspielt, erleben die Besucher einen schönen und interessanten Kirchentag, den sie sich nicht entgehen lassen sollten.“

Wie viele Besucherinnen und Besucher aus dem Bereich der rheinischen Kirche nach Stuttgart reisen werden, ist noch nicht ganz klar. Traditionell sind die Rheinländer nach der gastgebenden Landeskirche bei Deutschen Evangelischen Kirchentagen die zweitgrößte Teilnehmergruppe – was vor allem an dem großen Engagement der Mitglieder des Landesausschusses liegt, die in ihren Kirchenkreisen immer mächtig für den Kirchentag „trommeln“ und Gruppen auf die Reise schicken.

Rheinische Bühne – diesmal auch westfälisch und lippisch

Das Programm, das die Evangelische Kirche im Rheinland als Gastgeberin beim Kirchentag 2007 in Köln auf die Beine gestellt hat, hat das Kirchentagspräsidium derart überzeugt, dass es den Landesausschuss seither bei jedem nachfolgenden Kirchentag gebeten hat, eine eigene Open-Air-Bühne zu „bespielen“. In Stuttgart steht diese Bühne auf dem Karlsplatz und wird diesmal gemeinsam mit Westfalen und Lippe verantwortet.

„In Anlehnung an die Losung des Kirchentags – „damit wir klug werden“ – haben wir die drei Tage auf eigene Themen heruntergebrochen“, erklärt die rheinische Geschäftsführerin. So heißt es am Donnerstag „klug leben“, am Freitag „klug werden“ und am Samstag schließlich „klug sterben“. Dornbach-Nensel über das Programm, das Glauben und Handeln miteinander verbindet, weiter: „Mit Inputs, Gesprächen, praktischen Beispielen, kabarettistischen Verdichtungen, interessanten Referenten und Referentinnen und viel Musik laden wir die Besucher ein, sich den Themen zu nähern und vielleicht auch mit mancher Anregung nach Hause zu fahren. Darüber hinaus ist die Bühne auch ein netter Treffpunkt, diesmal für drei Landeskirchen.“

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ekir.de / jpi / Foto: DEKT/Wilson / 24.03.2015



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