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Kirchentag in Stuttgart Noch weisen in der Stuttgarter Innenstadt vor allem die Fahnen auf den Kirchentag hin. Die Großveranstaltung beginnt mit Gedenken, Gottesdiensten und dem Abend der Begegnung.

Kirchentag

Ein starker rheinischer Akzent in Stuttgart

Eine Open-Air-Bühne mit viel Programm, Kabarett und Musik, Jugendaktionen und einiges mehr: Die rheinische Kirche wird beim Kirchentag in Stuttgart vom 3. bis 7. Juni vielfältig aktiv sein und Profil zeigen.

Zu den „dicken Brocken“, die die Rheinländer in der baden-württembergischen Landeshauptstadt bis Sonntag, 7. Juni, stemmen, gehört die Open-Air-Bühne auf dem Karlsplatz in der Stuttgarter Innenstadt. An drei Tagen machen dort Rheinländer und ihre westfälischen und lippischen Nachbarn gemeinsam Programm.

Von Donnerstag bis Samstag nähern sich die Programmmacher dort der Kirchentagslosung „damit wir klug werden“ aus verschiedenen Perspektiven: Am Donnerstag, 4. Juni, geht es unter der Überschrift „klug leben“ unter anderem um den eigenen Lebensrhythmus mit Christina Brudereck aus Essen und um Nachhaltigkeit mit der Jugendkirche Wuppertal. „klug werden“ ist das Programm am Freitag, 5. Juni, überschrieben und fragt am Vormittag: "Macht Schule klug?" Mit dabei sind Ulrich Christenn von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und Susanne O’Byrne von der Kindernothilfe aus Duisburg.

Um „klug sterben“ geht es dann auf der Karlsplatz-Bühne am Samstag, 6. Juni. Dann führen der Essener Arzt, Ethiker und ehemalige Kirchentagspräsident Professor Dr. Eckhard Nagel und der Pallativmediziner Professor Gian Domenico Borasio aus Lausanne in das Thema ein. Anschließend sprechen die beiden mit dem rheinischen Altpräses Nikolaus Schneider über die Frage, wie sie sterben wollen. Dabei wird es auch um das Thema assistierter Suizid gehen.

Open-Air-Bühne auf dem Stuttgarter Karlsplatz

Kantor Jens-Peter Enk, Leiter der Arbeitsstelle Kirchenmusik der rheinischen Kirche, spricht mit anderen Gästen am Samstagnachmittag auf der Bühne nicht nur über die eigene Endlichkeit, sondern er macht auch, was er am besten kann – Musik: Gemeinsam mit der Schauspielerin Tanya Häringer gestaltet er eine Lesung mit Musik: „Ostern hat das letzte Wort“.

Auf der Bühne am Karlsplatz, die der Landesausschuss Rheinland für den Kirchentag mitverantwortet, ist Präses Manfred Rekowski am Samstag zu Gast. Er wirkt ab 18 Uhr beim Abendgebet mit. Am Donnerstag, 4. Juni, 16 Uhr, vertieft sich der rheinische Präses und bekennende Dortmund-Fan auf der Bühne auf dem Stuttgarter Marktplatz mit seinem oldenburgischen Amtsbruder Bischof Jan Janssen in ein Streitgespräch unter Fußballfans – Janssens Fußballherz schlägt für Werder Bremen. Die kurze Begegnung der beiden ist Auftakt der Veranstaltung „Reformation: Religion als Streitobjekt“. Entspannter geht es für Rekowski dann am Abend zu: Zum Abschluss des 2. Church Comedy Clubs für Klugscheißer in der Porsche-Arena spricht er gegen 22 Uhr den Abendsegen.

Oberkirchenrat Eberl hält Bibelarbeit in leichter Sprache

Der Bildungs- und Inklusionsexperte der rheinischen Kirche, Oberkirchenrat Klaus Eberl, hält am Donnerstag 9.30 Uhr, in der Zelthalle 11 auf dem Cannstatter Wasen eine Bibelarbeit in Leichter Sprache. Am gleichen Ort diskutiert Eberl ab 11 Uhr auf dem Podium über „Inklusion: So will ich leben“. Als Fachmann ist der Oberkirchenrat auch am Freitag, 5. Juni, von 11 bis 13 Uhr auf der Bühne Schlossplatz gefragt. Dann diskutiert er unter anderem mit dem früheren EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber über Inklusion. Um die geht es auch Samstag im Zentrum Bildung in Bewegung im Beethovensaal der Liederhalle. „Wie halten wir es mit der Inklusion? Die Schule für alle – Hoffnung oder Illusion?“ ist das Thema, zu dem Klaus Eberl mit anderen Gästen spricht.

Um „Gottes Barmherzigkeit – menschliche Gewalt“ dreht sich ein theologisches Gespräch, an dem Oberkirchenrätin Barbara Rudolph am Samstag von 11 bis 13 Uhr in der Podienreihe Muslime und Christen teilnimmt.

Evangelische Jugend zeigt Flagge

Mit mehr als einem Dutzend ganz unterschiedlichen Angeboten gestaltet die Evangelische Jugend den Kirchentag aktiv mit. Eine bunte, abwechslungsreiche Mischung, die außer im „Zentrum Jugend“ auch auf der Bühne am Karlsplatz und in der Christuskirche in Fellbach zu finden sein wird. Alle Veranstaltungen werden schon von weitem gut zu erkennen sein an den neuen Beachflags mit dem Logo der Evangelischen Jugend im Rheinland (EJiR). Damit soll die Evangelische Jugend im Rheinland „Flagge zeigen, Identität stiften und die Gruppen untereinander bekannt machen“, so Erika Georg-Monney, Referentin im Amt für Jugendarbeit der EJiR.

Musik, Theater, Kleinkunst und Markt der Möglichkeiten

Die Angebote mit Musik, Theater, Kleinkunst werden durch eine Vielzahl an Einzelpersonen und Gruppen aus der rheinischen Kirche mitgestaltet. So tritt beispielsweise der Kabarettist Okko Herlyn mit seinem Programm „Auf dass wir dumm bleiben“ auf. Die "LutherRatten" aus Düsseldorf sind ebenso kabarettistisch aktiv wie auch das Frauenduo „Hermanns & Putzler“. Bissige Satire gibt es auch mit dem Diakonie-erfahrenen „kabarett lichtwechsel“. Ihr Programm ist überschrieben mit „Ausgeklügelt! Die Klugen geben nach – wie blöd“.

Auf dem Markt der Möglichkeiten präsentiert die rheinische Kirche innovative Projekte. In diesem Ausstellungsbereich des Kirchentags stellen sich auch die Prädikantenarbeit der rheinischen Kirche und das Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste vor. Das Johanneum präsentiert sich ebenso wie die Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel.

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ekir.de / jpi / rtm / 02.06.2015



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