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Kirchenrat Stefan Drubel beim Besuch der Kita in Nörvenich. Kirchenrat Stefan Drubel beim Besuch der Kita in Nörvenich.

Kindertagesstätte

Etwas ändern? Das geht!

Die Kooperation zwischen der Johanniter-Kindertagesstätte Nörvenich und dem Bezirk Nörvenich-Vettweiß der Evangelischen Gemeinde zu Düren ist ein gelungenes Musterbeispiel. Besonders durch das Prinzip der Partizipation, wie es in der Konzeption der Kita festgschrieben ist.

Das wurde beim Besuch der Kita durch Kirchenrat Dr. Stefan Drubel deutlich, dem Leitenden Dezernenten aus dem Landeskirchenamt, der u.a. für Kindertagesstätten zuständig ist. Der enge Zusammenhang zwischen Johanniter-Kita, Gemeinde und Kirche insgesamt zeigt sich im alltäglichen Miteinander wie den Gottesdiensten, Martins- und Abschlussfeiern, die Kinder und Erzieherinnen im Gemeindehaus feiern. Und eben grundsätzlich unter dem Stichwort Partizipation. 

Sie bedeutet: Alle zwei Monate wählen die Kinder zwei Kindersprecher beziehungsweise Kindersprecherinnen. Alle 14 Tage wählen die Kinder in der Kinderbesprechung eine Aktion. Das kann beispielsweise eine selbst betriebene Eisdiele sein, eine Kinder-Disco oder ein Besuch im Pferdestall.

Kindersprecher sein ist gar nicht so einfach. Es sei anstrengend, mache eine Menge Arbeit, erfährt der Besuch, neben Drubel auch Pfarrerin Susanne Rössler und Küsterin Andrea Baum von der Kirchengemeinde, die Fachbereichsleiterinnen Kindertagesstätten auf Landes- und Regionalebene, Sylvia Steinhauer-Lisicki und Stefanie Schneider, sowie Julia Krämer, die Elternratsvorsitzende.

Was die Kinder lernen, wenn sie eine Aktion planen: zählen, Pläne schmieden und Plakate malen, eine Besprechung leiten, bei der die Kinder Vorschläge machen oder auch Beschwerden formulieren.

„Wenn man was ändern will, kann man das machen“

Einrichtungsleiterin Sigrid Gill: „Es ist eine Freude zu beobachten, wie die Kinder sich durch diese Aufgabe entwickeln und was passiert, wenn Kinder sich ernstgenommen fühlen.“ Fachbereichsleiterin Sylvia Steinhauer-Lisicki ergänzt: „Kinder sollen spüren, dass sie etwas bewirken können.“ Kindergartenkind Justus erklärt: „Wenn man was ändern will, kann man das machen. Das habe ich in der Kita gelernt.“

Kirchenrat Drubel als Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland betonte seine Freude darüber, dass die Johanniter in dieser Form und Qualität Verantwortung für Kinder übernehmen und wünschte Eltern, Kindern und Erzieherinnen weiterhin gute Arbeit, die „auch Spaß machen“ müsse.

Über sturkturelle Zusammenarbeit nachdenken

Zusammen mit Pfarrerin Rössler regte er an, über eine strukturelle Zusammenarbeit erneut und vertieft nachzudenken. Es komme darauf an, die Fachlichkeit der Johanniter mit dem Sozialraum der Kirche bzw. der Kirchengemeinde zu verbinden, betonte Susanne Rössler.

Die konzeptionelle Nähe der Johanniter-Kindertagesstätte zur evangelischen Kirche zeigt sich nicht zuletzt in der Auszeichnung mit dem BETA-Qualitätssiegel, mit dem die „Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e. V.“ (BETA) der Diakonie die nordrhein-westfälischen Johanniter-Kindertagesstätten erstmalig 2012 für ihre besonders hohe Qualität in der elementar- und religionspädagogischen Arbeit ausgezeichnet hat.

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ekir.de / Johanniter/Beate Wunsch; neu / 31.08.2017



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