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Präsentieren die Pläne zum Reformationsjubiälum: Pfarrer r Jens-Peter Bentzin, Beauftragter für das Reformationsjubiläum im Kirchenkreis Aachen, Pfarrerin Susanne Bronner, stellv. Superintendentin des Kirchenkreises Jülich, und Pfarrer Hans-Peter Bruckhof Präsentieren die Pläne zum Reformationsjubiläum (l.): Pfarrer Jens-Peter Bentzin, Pfarrerin Susanne Bronner (Jülich) und Aachens Superintendent Hans-Peter Bruckhoff.

Reformationsjubiläum

Kleeblatt lädt zu gemeinsamen Feiern

500 Jahre nach dem Thesenanschlag Martin Luthers wird das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 im Westen der Evangelischen Kirche im Rheinland von vier Kirchenkreisen zusammen gefeiert. Die Kirchenkreise Aachen, Jülich, Krefeld-Viersen und Gladbach-Neuss organisieren als Kleeblatt gemeinsam drei Großprojekte.

Sie planen eine zweitägige internationale Reformationssynode, ein „Fest der Begegnung“ im Brückenkopfpark Jülich und eine Reihe von Pilgerwegen durch die ganze Region. Darüber hinaus wird es in vielen Orten und Kirchengemeinden eine Fülle von Einzelveranstaltungen wie Konzerte, Vorträge, Feste, Jugend-Events, Ausstellungen, Theaterstücke und Gottesdienste geben.

Die vier Kirchenkreise feiern das Jubiläum gemeinsam, weil sie eine gemeinsame Geschichte sowie eine gemeinsame Gegenwart und Zukunft haben. Das für das Jubiläumsjahr gewählte Motto lautet „Gottes Wort kehrt nicht wieder leer zu ihm zurück.“ (Jesaja 55). Dies soll verdeutlichen, dass es bei den Jubiläumsveranstaltungen nicht bloß um die Erinnerung an historische Ereignisse geht, sondern auch um die lebendige Wirkung von Gottes Botschaft auf uns heute.

„Die Reformation war nicht die Leistung einer einzigen historischen Figur, sondern eine Gemeinschaftsbewegung, die Netzwerke gebildet hat“, sagte der Aachener Superintendent Pfarrer Hans-Peter Bruckhoff, bei der Programmvorstellung in Aachen. „So machen auch unsere vier Kirchenkreise sich gemeinsam auf den Weg, und unsere Gemeinschaft vertieft sich dadurch.“

Ersten Schritt gewagt, ohne den ganzen Weg zu kennen

Die Reformatoren der damaligen Zeit hätten den Mut gehabt, den ersten Schritt zu wagen, ohne den ganzen Weg schon zu kennen, so der Superintendent. „Vom radikalen Mut der Reformatoren zur Veränderung von Kirche und Gesellschaft können wir noch für die Zukunft lernen“, sagte er.

Konkret beginnt das Jubiläumsjahr am Sonntag, 30. Oktober, um 15 Uhr mit einem Gottesdienst und Stadtpilgerweg in der Alten Kirche in Krefeld. Der Schlussakt der Pilgerwege ist für den 30. Oktober 2017 in der Schlosskirche Schleiden in der Eifel geplant.

Zur Reformationssynode am 1. und 2. September 2017 in der Hauptkirche Mönchengladbach-Rheydt treffen sich Delegierte aus den vier Kirchenkreisen sowie aus Belgien und den Niederlanden und aus den Partnerkirchenkreisen in Asien und Afrika.

Fest in Jülich, Stadtkirchentag in Aachen

Zum „Fest der Begegnung“ am 10. September 2017 schließlich werden mehrere tausend Menschen im Brückenkopfpark Jülich erwartet. „Das Fest der Begegnung setzt ein starkes Zeichen gegen Ausgrenzung, Angstmacherei und Vorurteile“, sagte die stellvertretende Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Jülich, Pfarrerin Susanne Bronner. „Wir laden die breite Öffentlichkeit dort zum Mitfeiern ein, egal welchen Alters, welcher Herkunft und welcher Religion.“

Über die drei Großprojekte hinaus gibt es in allen Kirchenkreisen und Gemeinden eine weite Bandbreite an Veranstaltungen zur Reformation – insgesamt voraussichtlich mehr als 400. So ist auf dem Münsterplatz in der Aachener Innenstadt am 24. Juni 2017 ein Ökumenischer Stadtkirchentag mit mehr als dreißig Ständen und einer Bühne geplant, am Tag darauf ein ökumenischer Gebetsgang mit Stationen im Dom, der Annakirche und der griechisch-orthodoxen Kirche.

"Glaube gehört ans Licht"

Der Beauftragte für das Reformationsjubiläum im Kirchenkreis Aachen, Pfarrer Jens-Peter Bentzin aus Monschau: „Den Stadtkirchentag in Aachen feiern wir gemeinsam mit allen christlichen Kirchen in der Stadt. Damit wollen wir uns als Christen in der Öffentlichkeit präsentieren, denn auch das ist ein wichtiger Aspekt von Reformation: Der Glaube gehört ans Licht!“

Zu den weiteren Projekten, die die Kirchenkreise Aachen und Jülich planen, gehört der Schülerwettbewerb „Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“, ein Konfirmanden-Camp und eine lange Jugend-Nacht, eine Ausstellung zur Reformation im Centre Charlemagne und ein fahrbares Wartburg-Auto als Medienstation mit dem Titel „Luthers Wartburg“.

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ekir.de / Caren Braun / 21.09.2016



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