Landessynode 2010

Kleine Schritte haben große Wirkung

Mit großer Mehrheit bei zwei Enthaltungen und ohne Gegenstimmen hat die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) den Folgebericht der Projektgruppe Globalisierung erweitert und mit zusätzlichen Empfehlungen angenommen.

In der Aussprache wurde auf die Problematik der Kinderarbeit in der Natursteinbranche eingegangen. Jens Sannig, Superintendent des Kirchenkreises Jülich und Vorsitzender des Ausschusses für öffentliche Verantwortung (AÖV), betonte in diesem Zusammenhang: „Wir sind stolz, NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann fährt auf Anregung der Kirchen nach Indien. Die Kirchen haben gesagt, dort geschieht Unrecht. Jetzt ist das Thema in der Öffentlichkeit angekommen.“

Hans Willi Hefekäuser, stellvertretender AÖV-Vorsitzender, führte aus, dass es nicht reicht, internationale Konventionen zum Schutz von Kindern vor Ausbeutung zu ratifizieren. Es brauche zusätzliche Regelungen. Er forderte die Synode auf, zu prüfen, inwieweit die rheinische Kirche solche Regelungen auch auf Friedhöfen zum Standard machen könne. Es sei wichtig, die Öffentlichkeit weiter zu informieren und zu überlegen, wie man Steinmetze dazu bringe, Steine zu nutzen, die ohne Kinderarbeit produziert werden.

Sozialethische Standards bei der Vergabe von Aufträgen

Ethische Geldanlagen sind eines der weiteren Themen des zweiten Folgeberichts zur Globalisierung. Sannig sagte, dass kleine Schritte zu großen Auswirkungen führten. Hefekäuser, der die Vorlage vorstellte: „Ethisches Investment ist ein gutes Beispiel, wie Denken und Handeln in Kirche relativ kurzfristig Veränderungen auslösen können.“ Noch vor kurzem belächelt, würden ethische Standards nun auch bei kirchlichen Versorgungskassen gelten. Auch das zeige, „wenn wir uns deutlich vernehmbar machen, werden wir gehört“.

Sozialethische Standards forderte er für die Auftragsvergabe der rheinischen Landeskirche. Hefekäuser empfahl ebenso die Erhebung der Gebrauchsdaten von Wasser und Strom für Gebäude als ersten Schritt zur Einführung eines Umweltmanagements. Im Themenfeld Frieden-Entwicklung-Sicherheit erläuterte er, dass eine „frühzeitige kritische Diskussion über Zielsetzung über Art und Umfang jedes Einsatzes notwendig ist“.

Mit dem Beschluss der Landessynode 2010 ist die Weiterarbeit am Thema Globalisierung auf den Weg gebracht.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 5. Februar 2010. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 5. Februar 2010. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / pas / 05.02.2010



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