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Gute Schuhe schnüren, Hund und Maus mitnehmen: der Ökumenische Pilgerweg zur Weltklimakonferenz führt u.a. quer durch die rheinische Kirche. Gute Schuhe schnüren, Hund und Maus mitnehmen: der Ökumenische Pilgerweg zur Weltklimakonferenz führt u.a. quer durch die rheinische Kirche.

UN-Klimakonferenz

Geht doch mit!

Zwei Worte, zwei Bedeutungen: „Geht doch!“ So lautet der Titel des Ökumenischen Pilgerwegs zur UN-Klimakonferenz 2015 in Paris. Der Imperativ ist drin: Geht mit!  Außerdem ist der Unterton konstruktiv: Klimaschutz ist möglich!

Am Pilgerweg kann jede und jeder teilnehmen: als Privatperson, als Gemeinde, Umweltgruppe, Eine-Welt-Gruppe, Jugendgruppe oder als Schulklasse. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig: von der Gestaltung geistlicher Impulse und politischer Zeichen über die Beherbergung von Pilgernden in der Kirchengemeinde bis hin zum aktiven Mitpilgern der ganzen Strecke oder einzelner Etappen und Tage. Genaue Informationen zur Anmeldung, der Route, einzelnen Etappen und den Leitgedanken des Pilgerwegs finden sich unter klimapilgern.de. 

Anlass und Ziel des Ökumenischen Pilgerwegs ist die UN-Klimakonferenz in Paris vom 30. November bis zum 11. Dezember. Ein neues internationales Klimaabkommen mit verbindlichen Klimazielen für die 194 Mitgliedsstaaten soll hier beschlossen werden.

Der Pilgerweg beginnt am 13. September in Flensburg. Von dort verläuft die geplante Pilgerroute über Trier bis Paris und wird auch das Rheinland passieren - auf der fast dreiwöchigen Strecke von Wuppertal bis nach Perl an der französischen Grenze. Die Ankunft in Paris wird am 27. November sein. Am 28. November findet dort eine interreligiöse Abschlussveranstaltung statt.

Richard Brand, Referent für Umwelt, Klima und Energie der Evangelischen Kirche im Rheinland, erklärt: „Der Pilgerweg ist sozusagen eine andauernde Erinnerung, dass in der Klimapolitik jetzt ambitioniertes Handeln erforderlich ist. Spirituelle Handlung und politisches Engagement werden hier vereint.“

Neues Abkommen soll gerecht sein

Das „Klimapilgern“ möchte im Vorfeld auf die globale Dimension des Klimawandels aufmerksam machen, die Diskussion um Gerechtigkeitsfragen bezüglich der Opfer des Klimawandels voranbringen und ein sichtbares Zeichen für ein gerechtes neues Abkommen setzen.

Auf der Route liegen deshalb zwei Sorten von Orten: solche mit Handlungsoptionen und "Schmerzpunkte", Orte, an denen Bemühungen nötig sind. Dazu gehören zum Beispiel ein Gemeindehaus mit Passivhausstandard, das heißt, ein Haus mit spezieller Wärmedämmung, so dass keine klassische Gebäudeheizung notwendig ist.

Aber auch Kohlekraftwerke oder Tiermastbetriebe werden aufgesucht. Spirituelle Zeiten werden von Pilgernden und Menschen vor Ort gemeinsam gestaltet. Es wird Workshops und politische Aktionen geben, um eine möglichst breite Öffentlichkeitswirkung zu erzielen. Außerdem werden Forderungen der ökumenischen Bewegung an die Klimakonferenz formuliert.

"Bergfest" in Wuppertal

Der Pilgerweg feiert am 25. Oktober Halbzeit - mit einem "Bergfest" in Wuppertal. Für das "Bergfest" ist ein ökumenischer Gottesdienst in der Unterbarmer Hauptkirche geplant. Am Nachmittag folgt eine große öffentliche Veranstaltung mit den Pilgerinnen und Pilgern sowie prominenten Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Seine Teilnahme hat dabei NRW-Umweltminister Johannes Remmel zugesagt.

Der Pilgerweg führt danach über Köln, Bonn, Andernach, Mendig, Cochem, Trier und erreicht am 12. November Perl an der französischen Grenze. Längs des Weges gibt es Veranstaltungen in den Zielorten. Am 29. Oktober unterbrechen die Pilgerinnen und Pilger ihren Weg und machen eine Exkursion zum Braunkohletagebau bei Inden. In Bonn wird es am 30. Oktober eine Andacht vor dem UN-Klimasekretrariat geben.

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ekir.de / rs, neu / 22.06.2015



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